Polizeihauptkommissarin Simone Hakenberg hat die ersten Preise der diesjährigen Mobi-Pass-Verlosung verteilt. Die zehnjährige Frieda Hobes sowie ihre Schwester dürfen sich auf einen Besuch im Wuppertaler Zoo freuen (Foto: Polizei)
Anzeige

Kreis Mettmann. Wie bewegt sich mein Kind sicher im Straßenverkehr? Worauf muss es beim Überqueren der Straße achten, und wie kommt es unbeschadet zu Fuß oder auf dem Fahrrad zur Schule oder zu Freunden? Diese Fragen stellen sich im Kreis Mettmann etliche Eltern. Der Kreispolizeibehörde Mettmann liegt die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen im Straßenverkehr ebenfalls besonders auf dem Herzen. Genau an dieser Stelle kommt der so genannte “Mobi-Pass” ins Spiel, der im Jahr 2021 die Farbe violett erhalten hat.

Das hat es mit dem “Mobi-Pass” auf sich:

In fast allen der insgesamt rund 230 Kitas im Kreis Mettmann werden Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie die Kinder bereits im Vorschulalter aktiv in der Fußgängertraining eingebunden. Gemeinsam mit den Verkehrssicherheitsberaterinnen und -beratern lernen die Kinder dabei, wie sie sicher eine Straße überqueren und wie sie sich auf dem Bürgersteig verhalten sollten. Nach mehreren Trainings und erfolgreicher Teilnahme erhalten die Kinder dann den ersten Stern auf ihrem Mobi-Pass.

Den zweiten Stern können die Kinder dann in der Grundschule bekommen. Die Fußgängertrainings werden noch einmal intensiviert und zudem werden die Kinder nach und nach ans Radfahren und die Radfahrregeln herangeführt, was auch im Sachkundeunterricht begleitet wird. Außerdem geht es in der “Busschule” darum, wie man sich als Fahrgast im Bus sicher bewegt.

Den dritten und letzten Stern auf ihrem “Mobi-Pass” können die Kinder dann im vierten Schuljahr erhalten. Während des vierten Schuljahres erfolgt das Radfahrtraining im öffentlichen Raum, wobei insbesondere das Trainieren in der Familie gefördert und gefordert wird. Nach Abschluss der Radfahrausbildung wird der Mobi-Pass um den dritten Stern erweitert und alle Kinder, die diesen erhalten haben, nehmen automatisch an einer großen Verlosung mit tollen Preisen teil.

Eine, die bei aktuellen Verlosung gewonnen hat, ist Frieda Hobes aus Hilden. Die zehnjährige Schülerin wurde zur Preisübergabe von der Verkehrssicherheitsberaterin Polizeihauptkommissarin Simone Hakenberg zu Hause besucht (siehe Foto) und darf sich nun gemeinsam mit ihrer Familie auf einen Besuch im Wuppertaler Zoo freuen. Auch die anderen Gewinnerinnen und Gewinner der Verlosung wurden bereits benachrichtigt.

Hintergrund:

Das Mettmanner Mobilitätsmanagement, kurz ME-MOMA, ist ein ganzheitliches Verkehrspräventionsprojekt für eine kontinuierliche, partnerübergreifende und nachhaltige Mobilitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen in allen Kommunen des Kreises Mettmann im Rahmen eines Netzwerkes. Der Mobi-Pass gibt dem Konzept ein “Gesicht” und sichert das systematische Zusammenarbeiten verbindlich ab. Im Jahr 2021 ist der Mobi-Pass im Checkkartenformat violett.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Mobipass:

https://mettmann.polizei.nrw/artikel/der-mobipass-einfach-cool

Mobi-Pass in Zahlen

Der Mobi-Pass wurde bereits im Jahr 2010 durch die Kreispolizeibehörde Mettmann ins Leben gerufen. Jährlich werden ca. 4.500 Pässe an die Vorschulkinder im Kreis Mettmann nach absolviertem Fußgängertraining ausgehändigt. Insgesamt reden wir Ende 2021 von der enormen Zahl von knapp 460.000 Mobi-Pässen, die im Umlauf sind.

Der Anteil der Kinder an der Gesamtbevölkerung des Kreises Mettmann betrug 13,87 % (Stand der Daten 31.12.2019). Von diesen 67.373 Kindern wurden 156 im Jahr 2020 als Beteiligte an einem Verkehrsunfall erfasst. Im Vergleich zum Vorjahr (168) sank die Anzahl der beteiligten Kinder um 7,14 %.

Von den beteiligten Kindern verunglückten 143 Kinder. Ein Kind verstarb, 15 Kinder wurden schwerverletzt und 127 Kinder leicht. Im Vergleich zu 2019 (157) sank die Anzahl der verunglückten Kinder um 14 bzw. 8,92 %. Von den 143 verunglückten Kindern waren 36 Kinder als Mitfahrer unterwegs (52 in 2019).

Die Anzahl der verletzten Kinder auf dem Schulweg sank im Vergleich zum Vorjahr von 23 auf 21. Dies entspricht einer erfreulichen Abnahme um 8,7 %. Die Zahl der verletzten Kinder im Straßenverkehr auf null zu reduzieren, ist seit Jahren die erklärte Vision der Mettmanner Polizei. Kein Kind soll im Straßenverkehr des Kreises Mettmann zu Schaden kommen. (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen