Im Flugsimulator (von links): Bürgermeister Markus Püll, Bürgermeisterin Ann-Kathrin Allekotte, OB, 2 (nicht namentlich bekannte) Flugschülerinnen, Bezirksbürgermeisterin Britta Stalleicken (Foto: Claudia Roos)
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Mülheim an der Ruhr. Außergewöhnliche Eindrücke auf dem Stadtgebiet der Bezirksvertretung 1 sammelte Oberbürgermeister Marc Buchholz im Rahmen seiner Sommertour. Bezirksbürgermeisterin Britta Stalleicken hatte den OB zu einer nachmittäglichen Reise eingeladen, die die ganze Vielfalt der Menschen und Orte aufzeigte – und Marc Buchholz faszinierte. „So viele herausragende Stationen in wenigen Stunden! Britta Stalleicken hat mir eindrücklich die Schönheit ihres Stadtbezirks und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vor Augen geführt!“, schwärmte der OB.

Los ging’s mit dem Besuch eines Hochbunkers in der Zinkhüttenstraße. Hier treffen sich seit vielen Jahren Musikerinnen und Musiker unterschiedlichster Generationen, um zu üben, Neues auszuprobieren und vor allem auf hohem Niveau gemeinsam zu musizieren. Eine Talentschmiede für junge Musikerinnen und Musiker ist in der „Zivilschutzanlage“ entstanden. Dank der dicken Mauern bleibt die Musik drin in den Proberäumen – und die Nachbarschaft ungestört. Kai Weiner, Jazzmusiker und Vorsitzender des Vereins Halle 1, führte seine Gäste durch die nur wenig bekannte Location, die in den 90er Jahren entstanden ist. Seine Begeisterung für den Ort und seine Nutzerinnen und Nutzer übertrug sich schnell auf den OB.

Die Freilichtbühne an der Dimbeck war dem OB zwar bekannt, das Treffen mit vielen Ehrenamtlichen hatte ihn jedoch erneut beeindruckt. „Hier bekommt man einen Eindruck davon, was bürgerschaftliches Engagement in einer Stadtgesellschaft zu leisten im Stande ist, mit welcher Strahlkraft es nachhaltig in das gesellschaftliche Leben hineinwirken kann,“ betonte Bezirksbürgermeisterin Stalleicken. Sie begrüßte an dieser Stelle Bürgermeister Markus Püll und Bürgermeisterin Ann-Kathrin Allekotte, die sich der Delegation anschlossen. Der Oberbürgermeister erkundigte sich ausführlich nach dem kulturellen Programm und den Auswirkungen von Corona. Er erfuhr viel über die Geschichte der Freilichtbühne, die Arbeit der „Regler“ und die beispielhafte Netzwerkarbeit der Ehrenamtlichen mit kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Gruppen sowie  Einrichtungen in Mülheim an der Ruhr. „Es wundert mich nicht, dass Ihre Arbeit hochgeschätzt und immer wieder ausgezeichnet oder mit Spenden unterstützt wird“, so Buchholz.

Nach einem kurzen Stopp am Bismarckturm – Wie kann es an dieser Mülheimer Landmarke weitergehen und wie ist das mit der Verkehrssicherungspflicht? – fuhr die Gruppe weiter zum Flughafen Essen-Mülheim. In der FFL Fachschule für Luftfahrzeugführer GmbH begrüßte Geschäftsführer Ulrich Langenecker die kleine Delegation. Im Schulungsraum der Flugschule ging es zunächst um die hochtechnisierte Ausbildung der Pilotinnen und Piloten in Mülheim (derzeit sind es 97 junge Menschen), Fluglärm und Freiflächen, regionale Kooperationen mit Hochschulen, um Elektro- und Wasserstoffmobilität und die Entwicklung des Flugverkehrs in den kommenden Jahren. Mit einer gehörigen Portion Respekt übernahm Marc Buchholz dann das Steuer eines Flugsimulators des Airbus A 320. Die „Landung“ unter Anleitung des Fluglehrers glückte sehr zur Freude der beiden anwesenden Flugschülerinnen.

Den geplanten Besuch bei der JU 52 machte der Platzregen zunichte. Dafür traf der OB Barbara Majerus und Frank Peylo von der WDL sowie ihr Team, das die riesige „Garage“ des Mülheimer Luftschiffs zu einer deutschlandweit einmaligen Eventhalle ausgebaut hat. Diese Location zieht mit ihrer Exklusivität und Einzigartigkeit viele Veranstalter und damit Gäste ganz unterschiedlicher Formate an. Neue Ideen zur Weiterentwicklung sollen schon bald spruchreif und umgesetzt werden. Mülheim werde sich als gute Gastgeberin erweisen, versprach Buchholz. „Und vielleicht findet ja so die eine oder der andere Unternehmer oder Unternehmerin den Weg nach Mülheim. Ich nehme sie alle mit offenen Armen auf und unterstütze bei Neuansiedlungen, wo ich kann!“, versprach Marc Buchholz.

Zum Abschied kam Marc Buchholz beim Fototermin mit Theo ins Schwärmen: „Der Theo ist ein Wahrzeichen von Mülheim, und wer immer das Luftschiff am Himmel sieht, bleibt stehen und staunt.” Bürgermeisterin Ann-Kathrin Allekotte erfüllte sich zum Schluss einen Kindheitstraum: Sie durfte einmal in der Gondel des Luftschiffs Platz nehmen.

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