Mitglieder der CDU-Fraktion „vor Ort“ im Naturschutzgebiet Auberg (Foto: CDU-Fraktion MH)
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Mülheim an der Ruhr. Nachdem der Regionalverband Ruhr (RVR) und sein Eigenbetrieb Ruhr Grün 2008 bereits das 60 Hektar große Naturschutzgebiet am Auberg von der Stadt als neuer Eigentümer übernommen hat, könnte in naher Zukunft der kommunale Eigenbetrieb RVR Ruhr Grün die Betriebsführung für die Pflege des 1000 Hektar großen Mülheimer Stadtwaldes übertragen bekommen. Das war eines der Themen, als sich die Mitglieder der CDU-Fraktion jetzt vom Betriebsleiter des RVR Ruhr Grün, Thomas Kämmerling, durch den Auberg führen ließen.

Kämmerling wies darauf hin, dass RVR Ruhr Grün mit seinem Waldbesitz von rund 20.000 Hektar der größte kommunale Waldbesitzer Deutschlands sei. Im Rahmen der zweistündigen Auberg-Wanderung, die auch durch die umgestaltete Birkenallee, über eine ausgewiesene größere Hundeauslaufwiese und an einer Mufflon-Weide ging, erläuterte Kämmerling die Planungs- und Bewirtschaftungsarbeit, zu der neben der Waldpflege und der damit verbundenen Erhaltung der Artenvielfalt auch das Anlegen von naturverträglichen Wanderwegen, Reitwegen und Radwegen sowie die Bekämpfung von Vandalismus gehört. „Wenn wir in die Natur und in den Wald eingreifen, dann tun wir dies nur sehr vorsichtig und gezielt, um die ökologische Vielfalt des Waldes zu erhalten und unserer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen“, betonte Kämmerling. Neben dem Vandalismus haben die Ruhr Grün-Ranger oft das Problem, dass viele Menschen nicht verstehen, warum zum Beispiel abgestorbene Bäume, die ihre vitalen Wald-Nachbarn bedrängen oder mit ihren Ästen die Verkehrssicherheit auf öffentlichen Wegen gefährden, entfernt werden müssen. Er unterstrich, dass die Holzwirtschaft nur knapp 2% der Wertschöpfung des Waldes ausmache. Seinen größten Mehrwert entwickle der Wald als Ort von Gesundheitsvorsorge, Freizeitgestaltung, Umwelt- und Klimaschutz.

CDU-Fraktionsvorsitzende Christina Küsters: „Wir haben einen sehr guten Eindruck von der wertvollen ökologischen Ausrichtung des kommunalen Partners RVR Ruhr Grün erhalten. Wir erwarten von einer, von CDU und Grünen angestoßenen Vertragspartnerschaft bei der ökologischen Bewirtschaftung des Mülheimer Waldes weitere Synergieeffekte, die auch dem städtischen Haushalt gut täten.“

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