(Foto: privat)
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Neuss. Kinder und Jugendliche brauchen gerade in der aktuellen Zeit, die sehr durch das Corona Virus bestimmt ist, Raum für freie Entfaltung und viel Bewegung. Das Einüben und Aufführen von Theaterstücken kann für Spaß, Kreativität und Freude sorgen und zugleich die Kommunikation miteinander fördern.

Vor begeistertem Publikum wurde letzte Woche das beeindruckende Ergebnis von zwei Wochen kreativer Theaterarbeit präsentiert: 15 Kinder und Jugendliche versetzten die Menschen mit Text und Tanz in eine surreale Zauberwelt, ein raffiniertes Spiel mit verschiedenen Ebenen der Wirklichkeit.

„Ich bin noch ganz euphorisch, es waren sehr schöne zwei Wochen, die wir in der VHS verbringen durften“, so die Theaterpädagogin und Regisseurin Tatjana Becker nach der Premiere. Die Mitwirkenden haben hervorragende Arbeit geleistet und konnten die komplette Aufmerksamkeit des Publikums gewinnen. Das Stück wurde im Pauline-Sels-Saal des RomaNEum aufgeführt. Das Sommerferienprojekt wird von „Kultur macht stark. talentCAMPus“ gefördert, organisiert von der VHS Neuss und unterstützt von den Interkulturellen Projekthelden e. V. und dem Off-Theater.

Es wurde mit Hilfe der theaterpädagogischen Einführung (Kennenlern- und Vertrauensspiele, Übungen aus der biographischen Theaterarbeit) eine Atmosphäre geschaffen, in der die Heranwachsenden bereit waren, ihre eigenen Macken, Ideen und schrägen Angewohnheiten oder verrückten Gedanken preiszugeben.

Im zweiten Schritt wurden die Elemente der Teilnehmer:innen kreativ verarbeitet und eingebettet in die Geschichte von „Alice im Wunderland“. Der tänzerische Teil wurde zusammen mit einer Choreographin geschaffen. Dabei sollten die eigenen Bewegungsmöglichkeiten und Ideen der Kinder und Jugendlichen zu tänzerischen Einheiten verarbeitet werden.

Ziel des Theaterprojektes „Wo ist Alice?“ ist die Konfrontation der Heranwachsenden mit den ganz persönlichen Ticks und abgedrehten Gedanken, für die in der virtuellen Welt zwischen Homeschooling und Online-Meetings in der letzten Zeit entweder zu wenig Platz war oder zu viel Zeit für ein eigenes Gedankenkarussell, das nun endlich mit anderen geteilt werden darf.

Durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken und Persönlichkeitsanteilen wurden Selbsterfahrungsprozesse in Gang gesetzt, wodurch die Kinder und Jugendliche zu einem klareren Bild von ihrem eigenen Ich gelangten. Der gruppendynamische Prozess soll nachhaltig das Einfühlungsvermögen und das soziale Verhalten in Gruppen stärken.

Das Sommerferienprojekt wird von „Kultur macht stark. talentCAMPus“ gefördert, organisiert von der VHS Neuss und unterstützt von den Interkulturellen Projekthelden e. V. und dem Off-Theater.

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