Großbrand in Barlo, Drohnenaufnahme (Foto: © Feuerwehr Bocholt)
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Bocholt. Update: Die Feuerwehr Bocholt war heute Nachmittag mehrere Stunden im Einsatz, um ein Feuer in einem Wohnhaus mit angrenzendem Gewerbebetrieb zu löschen. Die Bewohner des Wohnhauses waren glücklicherweise nicht zu Hause. Vorsorglich wurden Anwohner über Radiodurchsagen und der Warn-App NINA aufgefordert Fenster und Türen zu schließen. Eine weitere Gefahr für die Umgebung bestand jedoch nicht. Die Stadtverwaltung meldete schon um 17.35 Uhr: “Für die Bevölkerung im Ortsteil Barlo besteht keine Gefahr mehr durch Rußniederschlag oder giftigen Rauch. Die Feuerwehr gibt Entwarnung. Türen und Fenster können wieder geöffnet werden … Die Gefahr ist nun vorüber. Die Feuerwehr hat die Lage unter Kontrolle und führt zur Stunde Nachlöscharbeiten durch. Das teilt Thomas Deckers, Leiter der Bocholter Feuerwehr, mit.”

Heute Mittag um 12:20 Uhr meldete sich ein deutlich aufgeregter Anwohner der Helenastraße im Ortsteil Barlo über Notruf bei der Einsatzzentrale der Feuerwehr Bocholt. Die Verständigung war schwer, jedoch konnte der Disponent einige wichtige Informationen bekommen. “Hier qualmt es aus allen Löschern…” Aufgrund dieser Aussage wurden sofort die ersten Kräfte der hauptamtlichen Wache und ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Rhede in Richtung Barlo entsandt. Schon auf der Anfahrt ließ der Einsatzleiter das Alarmstichwort auf Feuer-Groß erhöhen und alarmierte zusätzlich die gesamte Feuerwehr Bocholt. Vor Ort kamen den Einsatzkräften dichter Rauch und einige Flammen im Bereich des Wohnhauses entgegen. Die parallel am Einsatzort eingetroffenen Einsatzkräfte aus Rhede und Bocholt konnten direkt mehrere Strahlrohre in Einsatz bringen. Hierzu rüsteten sich umgehend mehrere Feuerwehrleute mit Atemschutz aus und bereiteten sich so auf einen Angriff im Wohngebäude vor. Insgesamt setzte die Feuerwehr sechs Strahlrohre und zwei Wenderohre über die beiden Drehleitern von außen ein.

Erste Meldung um 14.24 Uhr vom Großbrand in Barlo: Feuerwehr beim Löscheinsatz (Foto: © Stadt Bocholt )

Während des gesamten Einsatzes waren Feuerwehrleute vom Löschzug Suderwick an der Feuerwache stationiert um den Grundschutz im Stadtgebiet Bocholt aufrecht zu erhalten. Auch hier musste ein Einsatz an der Askanenstraße abgearbeitet werden. Nachbarn hatten den Warnton eines Heimrauchmelders wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Es handelte sich glücklicherweise nur um angebranntes Essen auf einer Kochstelle.

Insgesamt waren am heutigen Einsatz 88 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen beteiligt. Der Einsatz dauerte um 20 Uhr noch an. Die Nachlöscharbeiten ziehen sich noch bis in den frühen Abend. Zuletzt unterstützte ein Bagger bei Abrissarbeiten, um die Glutnester in der Dachhaut besser erreichen zu können. (ots)

(Foto: © Feuerwehr Bocholt)
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