Das Brustzentrum am Evangelischen Krankenhaus Wesel unter der ärztlichen Leitung von Frau Dr. med. Daniela Rezek beeindruckte vor kurzem die Auditoren der Zertifizierungsstelle der Ärztekammer Westfalen-Lippe mit seiner guten Qualität und den zahlreichen Angeboten und Aktionen für Brustkrebspatientinnen (Foto ©Stephan de Leuw / EVK Wesel)
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Wesel. Das Brustkrebszentrum am Evangelischen Krankenhaus Wesel ist unter der neuen Leitung von Dr. med. Daniela Rezek zum Patientinnen-Magnet geworden. Die Zahlen zeigen es eindeutig und auch das erfolgreiche Audit, welches Voraussetzung für die Rezertifizierung des Bereiches ist, bestätigt dessen hohe Qualität. Zudem gibt es mit Mind-Body-Medizin ein zusätzliches Gesundheitsangebot für erkrankte Frauen, welches auf Geist, Psyche, Verhalten und Körper abzielt. Des Weiteren stehen im Brustkrebs-Monat Oktober zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen auf dem Plan.

Brustkrebs ist nach wie vor immer noch eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen der Frau. In Deutschland erkranken, so Schätzungen des RKIs aus dem Jahr 2020, knapp 70.000 Frauen und 750 Männer neu daran. Die positive Nachricht ist, dass die onkologische Krankheit heute gut heilbar ist, sofern sie rechtzeitig erkannt wird. Und auch die Diagnostik- und Therapiemethoden sind im Laufe der Jahre gezielt an die Eigenschaften des Tumors angepasst worden. Waren in den späten 1990-er Jahren noch radikale Operationen die Regel, stehen heute minimal-invasive Eingriffe an, die ästhetisch-rekonstruktiv ausgerichtet sind. Zudem sind individualisierte medikamentöse Immuntherapien auf dem Markt und die Chemotherapien, bei denen viele Frauen vor allem den kompletten Haarverlust fürchten, sind schonender und haben heute durch den Einsatz von Kopfhaut-Kühlsystemen etwas von ihrem Schrecken verloren. „Wir können erkrankten Frauen vom Niederrhein hier im Brustkrebszentrum am Evangelischen Krankenhaus Wesel so viel Perspektive bieten. Medizintechnik, Infrastruktur, Netzwerk und Expertise der Akteure stellen beste Voraussetzungen für eine vollständige Genesung bereit. Und diese liegt mir bei jeder Patientin ganz persönlich am Herzen, denn ich möchte ganzheitlich arbeiten“, betont Dr. med. Daniela Rezek. Die umtriebige Brustexpertin, die auch das Gesicht von ‚Aktion B‘ ist, macht momentan sogar eine Weiterbildung im Bereich naturheilkundliche Komplementärmedizin. So kann sie diesen Aspekt noch besser in die onkologische Behandlung einbringen. „Wir haben hier mit Mind-Body-Medizin ein tolles, in dieser Form kreisweit einzigartiges Selbstfürsorge-Gesundheitstraining im Repertoire, das körperliche, seelische und soziale Aspekte der Krebserkrankung berücksichtigt und von dem die Teilnehmerinnen sehr profitieren“, schwärmt sie.

Die apparative Diagnostik des Brustkrebszentrums im Evangelischen Krankenhaus ist extrem gut aufgestellt. Zum einen in der Klinik für Senologie, die über zwei high-end Ultraschallgeräte verfügt, welche von der MFI-HD-Perfusionsmessung bis hin zur Elastographie sogar eine 3-D-Darstellung von Tumoren ermöglicht. Zum anderen durch die Kooperation mit der Radiologischen Praxis am Krankenhaus, die neben der 3-D-Mammographie (Tomosynthese) sogar eine MRT-gesteuerte Biopsie anbietet. Operative und systemische Behandlung von Brusterkrankungen können so auf höchstem Niveau angeboten werden, insbesondere auch, weil alle Ärzt:innen im Team über brustkrebsspezifische Weiterbildungen und damit entsprechende Expertise verfügen.

Auch die Auditoren der Zertifizierungsgesellschaft der Ärztekammer Westfalen-Lippe, die vor einigen Tagen alles genau unter die Lupe genommen haben, zeigten sich beeindruckt von Qualität und vom Engagement der Klinik für Senologie und Ästhetische Chirurgie und des hiesigen Brustkrebszentrums. Denn hier geht alles weit über das übliche Pflichtprogramm hinaus, das medizinische Fachzentren für eine erfolgreiche Zertifizierung erbringen müssen. Hier geht es um eine wahre Herzensangelegenheit der Chefärztin und deren Team, dem es extrem wichtig ist, dass die Patientinnen sich wohl aufgehoben und informiert fühlen. So wird es im Oktober – in diesem Monat steht traditionell weltweit das Thema Brustkrebs im Fokus – einige tolle öffentlichkeitswirksame Events geben.

So stehen zu Monatsbeginn ein Pink-Flashmob mit Kreativbeitrag in der Innenstadt sowie ein BH+-Tag im Krankenhaus auf dem Plan und am 17. Oktober wird sich dann im Weseler Welcome Hotel beim (Brust)Krebs-Infotag alles um Frauensachen drehen, die für Krebspatientinnen und deren Angehörige von Interesse sein könnten. Abschließen wird eine Finissage der Fotoausstellung „Frauen der Welt“ den Pinktober. Die Werke von Künstlerin Ursula Bröcheler sind  bereits seit Anfang August in der senologischen Ambulanz im Erdgeschoss wochentags tagsüber für Patient:innen und deren Besuch zu bestaunen.

Also alles in allem ein beeindruckendes Pensum, das die Brustexpertin seit Anfang April diesen Jahres im Evangelischen Krankenhaus auf die Beine gestellt hat. Aber wer sie kennt, der hätte auch nichts anderes von ihr erwartet. „Das bin ich den Frauen schuldig“, betont Dr. Rezek.

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