Ralf Gerhards, Dr. Günter Krings MdB, Ralf Hennekes, Fred Hendricks und Andreas Girthen (Foto: privat)
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Mönchengladbach. „Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist!“ So lautet ein bekanntes Sprichwort, das den Appell an uns richtet, die Gunst der Stunde zu nutzen. In der Kunstschmiede und Werkstatt für Metallgestaltung von Ralf Gerhards kann man den realen Ursprung der Redewendung hautnah erleben. Der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (CDU) machte im Rahmen seiner Sommertour Station in Winkeln und verschaffte sich einen unmittelbaren Eindruck von diesem traditionellen Handwerk. Begleitet wurde Krings vom zuständigen Ratsherren Fred Hendricks sowie Ralf Hennekes (Vorsitzender der CDU Hardt) und Andreas Girthen (CDU Venn).

Bereits in der dritten Generation hält Ralf Gerhards seinem Handwerk die Treue. Nannte sich der Beruf zu seiner Ausbildungszeit noch „Schmied“, firmiert Gerhards heute als Meister im Metallbau mit der Fachrichtung Metallgestaltung. Doch nicht nur die Begriffe sind einem stetigen Wandel unterworfen, auch das Schmiedehandwerk bietet Raum für Innovation. Als Alternativen zum Kohleofen etablieren sich inzwischen Gas oder Induktion. Weitaus wichtiger ist Ralf Gerhards die Entwicklung in der Schmiedekunst selbst: „Viele Menschen haben da eine sehr klassische Vorstellung. Aber unser Handwerk hat auch eine sehr moderne Seite. Es gilt zahlreiche zeitgemäße Gestaltungselemente, ganz ohne Schnörkel.“ Bei einer Vielzahl von Bauvorhaben und sakralen Projekten untermauert Gerhards diesen Anspruch. Doch Schmiedekunst kann auch etwas ganz Alltägliches sein. In Winkeln stellt er eine Fülle von Exponaten aus, die jeden Haushalt verschönern können.

Ein zentrales Thema des Austausches zwischen Ralf Gerhards und Günter Krings war der Bedarf des Handwerks an qualifizierten Arbeitskräften. Der Metallbau macht da keine Ausnahme. Gerhards brachte seine Bereitschaft zum Ausdruck, junge Menschen auszubilden und durch Kooperation mit anderen Unternehmen die Attraktivität des Metallbaus noch einmal zu erhöhen. Doch es mangelt nicht nur an Bewerbern. Ralf Gerhards braucht erst einmal einen weiteren Mitarbeiter, um einem Auszubildenden die nötige Aufmerksamkeit schenken zu können. Vor diesem Hintergrund kam auch die Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland zur Sprache. Günter Krings verfolgte mit großem Interesse die Schilderungen, wie sich das Instrument der Fachkräftezuwanderung in der Realität des Handwerks darstellt.

Einig waren sich Ralf Gerhards und Günter Krings in einer grundlegenden Bewertung: „Die Schmiedekunst ist ein schönes und traditionelles Handwerk, das auch in Zukunft seinen festen Platz in der modernen Architektur haben wird.“

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