Neuzugang Pia Kühn zeigte beim Domstadtcup in Fritzlar gute Leistungen und hat gezeigt, dass sie eine wichtige Alternative werden kann (Foto: privat)
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Kamp-Lintfort. Ein durchaus zufriedenes Fazit zog Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Vorbereitungsturnier in Fritzlar. „Wir haben gegen hochkarätige Gegner gespielt und es war von Spiel zu Spiel eine Steigerung erkennbar. Damit kann ich gut leben“, erklärte die Trainerin.

Im ersten Turnierspiel unterlag ihre Mannschaft dem Buxtehuder SV mit 13-18 Toren. Vor allem in der Anfangsphase agierten die Lintforterinnen zu zögerlich gegen den Erstligisten und scheiterten immer wieder an Buxtehudes herausragender Torhüterin Katharina Filter. „Anscheinend hatten alle meine Spielerinnen unter der Woche gelesen, dass Katharina zur Top Torhüterin der Liga gewählt wurde und hatten so viel zu viel Respekt beim Abschluss“, versuchte Grenz-Klein die Abschlussschwäche ihres Teams zu erklären. Den 1-6 Rückstand konnte ihre Mannschaft dann aber bis zum Pausenstand von 5-10 in Grenzen halten. Am Ende wurde die zweite Halbzeit ausgeglichen gestaltet und die Richtung stimmte.

Im nächsten Spiel ging es dann gegen den Ligarivalen VfL Waiblingen, der durchaus zum erweiterten Favoritenkreis für die kommende Spielzeit gezählt werden muss. Auch hier leistete sich der TuS einen Fehlstart und kam vor allem im Angriff nicht richtig ins Spiel. Folgerichtig führte Waiblingen schnell mit vier Toren und Bettina Grenz-Klein musste Umstellungen vornehmen. Auch hier steigerten sich die Lintforterinnen, verkürzten den Rückstand auf nur noch zwei Tore Mitte der zweiten Halbzeit. „Aber wir haben dann eben nicht den Ausgleich geschafft, sondern am Ende mit 21-15 zu hoch verloren“. ärgerte sich Grenz-Klein. Das Spiel war auf beiden Seiten von starken Torhüterleistungen geprägt, wobei sich vor allem Lintforts Neuzugang Alexandra Humpert immer wieder spektakulär auszeichnen konnte.

Zum Abschluss der Gruppenspiele ging es dann am Sonntag Morgen gegen den Erstligisten Bad Wildungen Vipers. Lintfort kam dieses Mal gut in die Partie, die bis zum 8-9 zur Pause ausgeglichen verlief. Nach dem Seitenwechsel gab es dann einen offenen Schlagabtausch mit dem Erstligisten. Bis zum Zwischenstand von 14-14 sahen die Zuschauer eine spannende Begegnung, die von den Vipers erst in der Schlussphase entschieden wurde. „Hier haben wir läuferisch und mit einem hohen Spieltempo gut mitgehalten und unsere beste Leistung gezeigt. Vor allem Prudence Kinlend hat gezeigt, dass sie eine torgefährliche Angreiferin ist, die auch auf diesem Niveau mithalten kann“, fand Grenz-Klein nach dem Spiel.

Im Platzierungsspiel ging es dann im Spiel um Platz 7 gegen den Gastgeber Germania Fritzlar. „Da haben wir uns gegen einen, mit viel Körpereinsatz agierenden, Drittligisten zunächst schwer getan. Aber nach der Pause haben wir unsere läuferische Überlegenheit deutlich auf die Platte gebracht und am Ende hoch mit 25-10 gewonnen“, freute sich Bettina Grenz-Klein über den guten Schlusspunkt ihrer Mannschaft. „Besonders gefreut, hat mich die Leistung der neuen Spielerinnen, die schnell in die Mannschaft hineingewachsen sind. Mit Lena Heimes haben wir eine durchschlagskräftige Außenstürmerin bekommen. Alex Humpert hat teilweise herausragende Spiele gezeigt und Pia Kühn wird immer sicherer und hat sich vor allem in der Abwehr zu einer guten Alternative gemausert“, freute sich die Trainerin über die guten Leistungen ihrer Zugänge.

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