Heiraten unter Tage? Na klar! Bürgermeister Christoph Tesche (r.) stellte den neuen Trauort im Trainingsbergwerk Recklinghausen gemeinsam mit Dirk Knorn, ehemaliger Bergmann, Bernd-Uwe Seeger, Vereinsvorsitzender, Jörg Knorn, ehemaliger Bergmann, Kerstin Stock, Vereinsmitglied, Standesamtsleiter Martin Groll und Bernd Stock, Beisitzer im Vereinsvorstand, vor (Foto: Stadt RE)
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Recklinghausen. Recklinghausen traut sich – nicht nur im schönsten Rathaus in Nordrhein-Westfalen, sondern ab September auch im ehemaligen Trainingsbergwerk Recklinghausen. Bürgermeister Christoph Tesche stellte den Trauort „unter Tage“ am Dienstag, 10. August, gemeinsam mit Standesamtsleiter Martin Groll vor.

Egal, ob Erkundungstour oder Erlebnis-Event – im Trainingsbergwerk in Hochlarmark kommt jede*r auf seine*ihre Kosten. Ehemalige Bergleute, Freund*innen und andere Bergbaubegeisterte haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Trainingsbergwerk Recklinghausen auch nach Beendigung des deutschen Steinkohlebergbaus zu erhalten und für interessierte Besucher*innen offenzuhalten. Aber damit nicht genug: Ab Herbst 2021 haben Brautpaare die Möglichkeit, sich dort trauen zu lassen, wo Arbeitende einst „malocht“ haben. Bergbau-Stimmung ist inklusive.

„Die Bergbautradition ist tief in unserer Stadtgesellschaft verwurzelt. Sie charakterisiert einen wesentlichen Teil unserer Heimatgeschichte“, sagte Tesche. „Dass sich unsere Brautpaare in Zukunft an einem so geschichtsträchtigen Ort vermählen können, freut mich deshalb außerordentlich. Damit sticht Recklinghausen einmal mehr im Vergleich mit den umliegenden Städten hervor.“

In dem ehemaligen Bergwerk begrüßt die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, die Brautpaare mit dem traditionellen Bergmannsgruß „Glück auf“. Der außergewöhnliche Trauraum mit authentischem, aber auch elegantem Ambiente bietet Platz für bis zu 40 Hochzeitsgäste. Die Atmosphäre des neuen Trauortes macht die Hochzeit einmal mehr zum Erlebnis. „Die Frischvermählten erfahren, wie früher unter Tage ‚malocht‘ wurde und besiegeln ihren neuen Lebensabschnitt mit dem Bergbau-Charme“, ergänzte Martin Groll. „Wichtig zu betonen ist, dass wir als Standesamt weiterhin erster Ansprechpartner für die Anmeldung der Eheschließung bleiben. Im Anschluss daran können sich die Paare mit dem Verein in Verbindung setzen und die weitere Planung anstreben.“

Der Verein Trainingsbergwerk Recklinghausen e.V. berechnet ein Zusatzentgelt in Höhe von 300 Euro für dieses besondere Arrangement. Nach dem Ja-Wort besteht außerdem die Möglichkeit, mit den Gästen auf das frische Glück anzustoßen. Die Kosten werden je nach Aufwand und Vereinbarung veranschlagt. Ab Anfang September sind die Eheschließungen von montags bis mittwochs jeweils um 14 Uhr möglich – individuelle Termine nur nach Absprache und Verfügbarkeit.

Weitere Hintergründe und Informationen sind online unter www.recklinghausen.de/standesamt einsehbar. Interessierte Paare können sich auf der Vereins-Webseite einen ersten Eindruck vom Trainingsbergwerk Recklinghausen machen: www.trainingsbergwerk.de. Dortiger Ansprechpartner ist der Vorsitzende Bernd-Uwe Seeger.

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