Die Feuerwehr war mit 54 Einsatzkräften vor Ort (Foto: Feuerwehr)
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Bocholt. Nach dem Brand mehrerer Müllcontainer auf der Markgrafenstraße in Bocholt ist beim Polizeipräsidium eine Mordkommission im Einsatz. Zeugen hatten am Mittwochabend (11.8., 23:30 Uhr) den Brand bemerkt und Feuerwehr und Polizei verständigt. Durch die Rettungskräfte wurden die Bewohner des Gebäudekomplexes evakuiert.

“Ersten Erkenntnissen zufolge brannten mindestens drei Müllcontainer, Sperrmüll und Autoreifen in vollem Ausmaß”, erläuterte der Leiter der Mordkommission Thomas Masthoff. “Die Flammen schlugen auf die Gebäudewand und das Dach über, nur durch Glück wurde niemand verletzt.”

Zur Klärung der Brandursache ist ein Brandsachverständiger im Einsatz. Zudem haben die Ermittler einen Brandmittelspürhund angefordert.

“Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass bislang unbekannte Tatverdächtige den Brand möglicherweise vorsätzlich herbeigeführt und dadurch bewusst Menschenleben gefährdet haben”, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. “Auch ein fahrlässiges Brandgeschehen ist denkbar, die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang.”

Die Polizei sucht Zeugen, die zum Tatzeitpunkt verdächtige Beobachtungen gemacht haben und Hinweise geben können. Hinweise an: 0251 275-0

Mehrfamilienhaus wurde aufgrund eines Brandes evakuiert – 40 Personen in Sicherheit gebracht

Um 23.06 Uhr rückte die Feuerwehr Bocholt zu einem Feuer an einem Mehrfamilienhaus in der Markgrafenstraße aus. Auf der Rückseite des Gebäudes waren vier Müllbehälter und Sperrmüll in Brand geraten. Das Feuer griff über die Aussenfassade auf das Dach des viergeschossigen Gebäudes über. Mehrere Wohnungen (z.T. Einzelzimmer) wurden dabei zerstört.

Die Feuerwehr setzte zur Brandbekämpfung eine Drehleiter und drei C-Strahlrohre ein. Das Feuer konnte dadurch schnell unter Kontrolle gebracht und eine Ausdehnung auf das Dachgeschoß verhindert werden. Parallel dazu wurde mit massiver Unterstützung der Polizei die Evakuierung des Gebäudes eingeleitet. Die Feuerwehr setzte hierzu eine zweite Drehleiter und mehrere Trupps unter Atemschutz ein. Zur Betreuung der Personen wurde der Malteser Hilfsdienst alarmiert.

Die Bewohner konnten ihre Wohnungen zum Teil nicht mehr beziehen. Zwei Bewohner wurden in eine Notunterkunft gebracht, weitere Bewohner kamen privat unter. Die Feuerwehr war mit 54 haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften vor Ort. Weitere 9 Einsatzkräfte des Löschzugs Suderwick stellten den Grundschutz sicher. Abschließend führte die Feuerwehr Sicherungsmaßnahmen durch. Nach Rücksprache mit der Polizei wird der Sachschaden auf ca. 300.000,- Euro geschätzt. (ots)

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