FDP-Kreistagsmitglied Stefan A. Bremkens aus Wesel (Foto: privat)
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Kreis Wesel. Die Kreisverwaltung besser im Bereich IT-Sicherheit aufstellen, das möchte die FDP im Weseler Kreistag in Angriff nehmen. „Jüngst sind immer wieder staatliche Ebenen und Behörden zu Opfern von Cyberangriffen geworden, zuletzt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld“, stellt der digitalpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Stefan Arne Bremkens, fest. Dagegen müsse man sich als kommunale Verwaltung deutlich effektiver schützen, finden die Freidemokraten.

„Auch die Kreisverwaltung Wesel operiert mit höchst sensiblen Daten. Es ist wichtig, dass Externe sich diese nicht zu eigen machen können“, meint die FDP. Mit einer Anfrage an den Kreis Wesel wollen die Liberalen zunächst Fakten schaffen. Sie stellen daher Fragen zu allgemeinen Vorkehrungen vor Cyberangriffen in der Kreisverwaltung, wie z. B. durch Eventualfallpläne. Außerdem will die FDP wissen, wie die Daten der Bürgerinnen und Bürger geschützt sind und welche Risiken im Bereich IT-Sicherheit der Kreis Wesel aktuell sieht.

„Vor allem Schulungen des Personals sehen wir als gute Möglichkeit, Fortschritte zu erzielen“, erläutert Bremkens. Auch daher erhofft sich die Fraktion mit einer weiteren Nachfrage zu Schulungen und Beratungen des Verwaltungspersonals durch Fachpersonal des Rechenzentrums oder des Verfassungsschutzes NRW klarheit hierüber.

Chancen sieht die FDP vor allem in der Digitalisierung des Kreises. Die IT-Sicherheit müsse hier eine zentrale Rolle in der Konzeption einnehmen, findet die Kreistagsfraktion. Auch daher ergibt sich die Frage nach der Weiterentwicklung der IT-Sicherheit durch die aktuellen Digitalplanungen des Kreises.  Für die Freidemokraten steht fest: „Schutz vor Cyberangriffen ist Datenschutz der Bürgerinnen und Bürger, daher erwarten wir eine fundierte und zeitnahe Antwort der Verwaltung zu diesem Thema.“

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