Sie können Klienten nun auch online und mobil beraten: Mit neuester Technik wurden die Mitarbeitenden der Schuldner- und Insolvenzberatung im Rahmen des Digitalisierungs-Projektes „Caritas 4.0“ ausgestattet. Auf dem Foto von links: Bereichsleiterin Annika Schuhmacher, Caritas-Vorstand Christian Schrödter, Schuldnerberaterin Sabine Broekmans, Gemeindesozialarbeiterin Melina Friedrich, Schuldnerberaterin Elisabeth Mankertz und Schuldnerberater Franz-Peter Steeger (Foto: Caritasverband)
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Kreis Viersen. Die Caritas-Schuldnerberatung hat neue digitale Zugänge für ihre Klienten geschaffen. So haben Ratsuchende aus Viersen, Schwalmtal, Brüggen und Niederkrüchten ab sofort die Möglichkeit, die Fachleute des regionalen Caritasverbandes auch über eine Online-Beratungsplattform zu erreichen.

„Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, an welchen Stellen wir digital erweitern müssen, um Menschen in Not trotz Kontaktbeschränkungen und Schutzmaßnahmen gut unterstützen zu können“, sagt Christian Schrödter, Vorstand des regionalen Caritasverbandes. Die Schuldner- und Insolvenzberatung gehört zu diesen Bereichen. Die insgesamt vier Mitarbeitenden haben Laptops und neue Smartphones erhalten. „Sie sind nun technisch auf dem neuesten Stand und können Klienten datenschutzkonform und mobil von zu Hause aus und auch per Videokonferenz beraten“, erläutert Vorstand Peter Babinetz.

Mit der Online-Beratung bietet der regionale Caritasverband darüber hinaus einen einfachen weiteren Zugang für Klienten an. „Dazu nutzen wir das bestehende Portal des Deutschen Caritasverbandes“, sagt Bereichsleiterin Annika Schuhmacher. Es ist über das Internet leicht erreichbar, unter caritas.de/onlineberatung gibt es Informationen dazu. „Die Online-Beratung ist eine gute Ergänzung zu unserem bisherigen Angebot. Sie kann der Einstieg für Folgegespräche mit unseren Fachleuten sein, die dann durchaus in Präsenz geführt werden könnten“, so Annika Schuhmacher.

Das zunehmend digitale Arbeiten der Schuldner- und Insolvenzberatung ist eingebettet in ein umfangreiches Digitalisierungsprojekt unter dem Titel „Caritas 4.0: #sozial.digital.regional.mobil“. Dabei geht es einerseits um die technische Ausstattung und Schulung der Mitarbeiter im regionalen Caritasverband. „Auch nach der Pandemie werden wir vielen unserer Mitarbeitenden die Möglichkeit des gelegentlichen mobilen Arbeitens bieten“, erklärt Christian Schrödter.

Ein weiterer Schwerpunkt sind andererseits digitale Bildungsangebote für ältere Menschen. „Während der Pandemie mussten viele Seniorinnen und Senioren auf zahlreiche Freizeitangebote und damit auf einen wichtigen Teil ihrer Alltagsgestaltung und auf soziale Kontakte verzichten“, sagt Gemeindesozialarbeiterin Melina Friedrich. Sie bildet mit Vorstand Christian Schrödter und Datenschutzkoordinator Benjamin Königs die Projektgruppe. „Wir wollen ältere Menschen, die bislang keine oder nur wenig Erfahrung mit digitalen Medien haben, beraten und fit machen“, sagt sie. Dazu gibt es die kürzlich vorgestellten „Digital-Paten“ des Caritasverbandes, die ältere Menschen ehrenamtlich beraten (Tel. 02162-93893560 oder 02154-413270).

Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW fördert das Projekt des regionalen Caritasverbandes im Rahmen ihres Sonderprogramms „Zugänge erhalten – Digitalisierung stärken“ bis Mitte April 2022 mit insgesamt rund 94.000 Euro.

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