Sascha Buchholz (Foto: privat)
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Alpen. Die CDU-Fraktion in Alpen ist über die jüngst veröffentlichten Pläne des Regionalverband Ruhr schockiert. „Es macht den Eindruck einer Lotterie, ob man bei den Kiesflächen dabei ist oder nicht. Diese Konfliktplanung ist einfach unverständlich und geht vollkommen an den Interessen der Bürgerinnen und Bürgern in Alpen und dem Kreis Wesel vorbei. Das können und werden wir als Mehrheitspartei in Alpen nicht akzeptieren“, stellt CDU-Fraktionsvorsitzender Sascha Buchholz deutlich fest. Die CDU-Fraktion Alpen ist sich natürlich darüber klar, dass Kies und Sand als Rohstoff gebraucht werden. „Auch in Alpen wollen Häuser und Wohnungen gebaut werden. Das müssen sich junge Familien in Alpen leisten können“, sagt Buchholz, stellt aber auch klar, dass man den notwendigen Rohstoffbedarf hätte besser planerisch ausweisen können: „Aus dem Kreis Wesel heraus gab es viele Angebote, die eine konfliktärmere Planung möglich gemacht hätten, ohne den linksrheinischen Kreis Wesel so einseitig zu belasten.“

„Unter Einbezug der Kompetenzen aus dem Kreis Wesel wäre eine andere Planung möglich gewesen,“ ist sich auch Markus Kellings als Sprecher der CDU-Fraktion im Bau-, Planungs-, und Umweltausschuss der Gemeinde Alpen sicher. Er erklärt die eindeutige Haltung der CDU-Fraktion Alpen: „Eine planerische Kompetenz für den Kreis Wesel und insbesondere Alpen lässt der RVR aktuell nicht erkennen. Wir als CDU stehen für einen Austausch und Einbezug von Experten, Interessenvertreten sowie vor allem betroffenen Bürgerinnen und Bürgern im Vorfeld solcher gravierenden planerischen Maßnahmen. Dies ist in der jetzigen Regionalplanung -obwohl so oft eingefordert- nicht erfolgt. Daher werden wir beantragen, dass jede einzelne planerische Maßnahme, die nicht von der Verwaltung der Gemeinde Alpen vorschlagen wurde, juristisch überprüft wird.“

Aus Alpen heraus möchten beide ebenfalls nochmal deutlich machen, dass der Kiesabbau am Niederrhein auf andere Beine gestellt werden muss. „Wir müssen in einen Transformationsprozess für den Kiesabbau einsteigen. Die Firmen müssen umdenken, was viele bereits tun. Die jetzige Landesregierung muss jetzt beginnen, die unter rot-grün eingeführte Bedarfsermittlung neu aufzustellen. Dabei muss Recycling berücksichtigt werden und der heimische Rohstoffbedarf im Fokus stehen,“ sagt Buchholz, ist sich aber auch darüber klar, dass das alles nicht von heute auf morgen geht: „Wir brauchen Zeit und währenddessen eine Regionalplanung, die vor Ort keine Konflikte schürt. Wir wollen raus aus dem Kiesabbau am Niederrhein, dafür müssen alle zusammenarbeiten, ohne Schaum vorm Mund.“

Mit dem RVR wird es diese Art der Planung nicht geben, sind Buchholz und Kellings überzeugt. „In unserem Wahlprogramm steht bereits, dass wir den Austritt aus dem RVR befürworten. Wir bleiben aber dabei, dass wir das in Alpen nicht allein entscheiden können. Hier ist der gesamte Kreis Wesel gefragt“, betonen nochmal beide die Position der CDU-Fraktion zum Austritt aus dem RVR. Buchholz appelliert an die kommunalpolitischen Kolleginnen und Kollegen aller Farben im Weseler Kreistag: „Es geht um die Zukunft des Kreises Wesel, nicht darum Wahlen zu gewinnen. Die aktuelle Situation und viele weitere Beispiele zeigen doch, dass es im RVR für den Kreis Wesel keine Zukunft gibt. Stimmen Sie geschlossen für den Austritt aus dem RVR!“

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