Jazzrausch (Foto: Marc Wilhelm)
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Viersen. Nach einem Jahr Corona-Zwangspause heißt es vom 24. bis 26. September 2021 endlich wieder Bühne frei für den Jazz. In seiner 34. Auflage wartet das Internationale Jazzfestival Viersen mit einem corona-konformem Konzept auf: Das Publikum wandelt diesmal nicht unter einem Dach, sondern zwischen verschiedenen Veranstaltungsorten von Konzert zu Konzert. In der Festhalle wird der große Saal bespielt. Zusätzlich gibt es am Samstag eine kleine Open-Air-Bühne im Lyzeumsgarten. Der Auftakt am Freitag findet in der Remigiuskirche statt.

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema Bigband durch das Festivalwochenende. In der Festhalle soll am späteren Freitagabend die Jazzrausch Bigband auch die Freundinnen und Freunde der Elektromusik abholen. Als weiteres Glanzlicht konnte das Moka Efti Orchestra – bekannt aus der Fernsehserie „Babylon Berlin“ – für den Samstagabend gewonnen werden. Bei der Sonntags-Matinée präsentiert die International Rotary Bigband den Bigbandsound der 1940er- und 1950er-Jahre. Und am Sonntagnachmittag lädt das WDR-Funkhausorchester beim Junior‘s Jazz Open ein zu „Tanz mal mit der Maus“. Die Gewinnerformation der Jazzband-Challenge wird auf der neuen Open-Air-Bühne am späten Samstagnachmittag auftreten.

 

Das Programm

Sacred Music – Orgel trifft Jazzpiano

Das Sebastian Gahler Trio und der Organist Reinhold Richter haben einen spannenden Dialog im Gepäck. Zunächst interpretiert Reinhold Richter Werke des Romantikers Felix Mendelssohn-Bartholdy, des Minimalisten Philip Glass, des Klangmystikers Olivier Messiaen und des Nonkonformisten Jehan Ariste Alain in der Originalgestalt.

Eigens für dieses Projekt entworfene Bearbeitungen des Düsseldorfer Jazzpianisten und Komponisten Sebastian Gahler lassen die vorher gehörten Orgelwerke dann in einem neuen, überraschenden Licht erscheinen. Angereichert werden die Uraufführungen mit spontanen Improvisationen der Jazzmusiker Gahler (Piano), Matthias Nowak (Bass) und Silvio Morger (Drums).

Freitag, 24. September, 19 Uhr
Kirche St. Remigius
Eintritt 10 Euro

Jazzrausch Bigband – „téchne“

„Heiliger Bimbam, what a band!“ So schrieb die Zeitschrift „Fono Forum“ buchstäblich im Jazzrausch. In Viersen lässt sich die furiose Mischung aus Jazz und Dancefloor live erleben. Was eine kleine Sensation ist, denn die 35 Kopf starke Formation ist ansonsten zwischen dem New Yorker Lincoln-Center und dem legendären Techno-Club „Harry Klein“ in München künstlerisch zuhause. Das neue Programm „techné“ ist einmal mehr ein Bekenntnis zu fließenden Übergängen, zur Überschreitung musikalischer Grenzen zwischen Jazz, Klassik und Techno.

Die Jazzrausch Bigband wurde 2014 in München von Roman Sladek gegründet und entwickelte sich unter seiner Leitung mit seither über 600 Konzerten zu einer der erfolgreichsten Bigbands der Welt.

Freitag, 24. September, 21 Uhr
Festhalle, großer Saal
Eintritt 19 Euro

Gewinnerband Jazzband-Challenge

Samstag, 25. September, 18 Uhr
Lyzeumsgarten
Open Air – Eintritt frei

Botticelli Baby – „Saft“

Die sieben Charakterköpfe fanden sich im Ruhrpott bei Sessions und im gemeinsamen Studium. Sie entwickelten einen Stil fernab des Mainstreams – offen, ehrlich, fett, energetisch. Die Band steht für eine Melange aus dem Zigeunerjazz Django Reinhardts, dem Hot Jazz der frühen 1930er-Jahre, dem Bums der Balkanmelodien, der Melancholie des Blues und ihrem ganz eigenen Punk. Und so reißen Botticelli Baby garantiert auch mit ihrem neuen Programm „Saft“ swingend nach Manier des 21. Jahrhunderts rotzig und professionell die Hütten ein. Ihr Auftritt auf der VIERFALT Kulturbühne Hoher Busch im Sommer 2020 war der perfekte Teaser für das diesjährige Jazzfestival.

Samstag, 25. September, 19 Uhr
Festhalle, großer Saal
Tagesticket (mit Moka Efti Orchestra) 39 Euro

French Blue

Die musikalische Unternehmung French Blue aus Düsseldorf nimmt das Publikum mit auf eine Reise zu den Wurzeln der modernen Musik. Dabei landet das Quartett mit Milan Jung an Gitarre und Mundharmonika, Andreas Berger am Kontrabass, Peter Brüning am Schlagzeug und Sängerin Gosia Rogala bei Hits aus den 1920er- und 1930er-Jahren. Und beim Lindy Hop, der Mutter aller Swing-Tänze. Ein Tänzerpaar aus der Lindy-Hop-Szene sorgt zusätzlich für Stimmung mit Zeitkolorit.

Samstag, 25. September, 20 Uhr
Lyzeumsgarten
Open Air – Eintritt frei

Moka Efti Orchestra – die Bigband aus „Babylon Berlin“

1929 ist die Welt eine andere. Berlin ist am Abgrund und zugleich glamourös wie nie. Das Moka Efti Orchestra, ein 14-köpfiges Ensemble um die Komponisten Nikko Weidemann und Mario Kamien sowie den Saxofonisten und Arrangeur Sebastian Borkowski, bringt die Musik und das Lebensgefühl der 1920er-Jahre zurück. Die Formation versetzt das Publikum zurück ins „Moka Efti“, einen der legendären Unterhaltungspaläste des Berlins der (vermeintlich) Goldenen Zwanziger.

Mit dem Auftrag, die Musik für den Film „Babylon Berlin“ zu produzieren und die Musikerinnen und Musiker zu casten, fiel der Startschuss zu einer Erfolgsgeschichte: Seitdem pflastern ausverkaufte Hallen und Theater den Weg des Orchesters.

Samstag, 25. September, 21:30 Uhr
Festhalle, großer Saal
Tagesticket (mit Botticelli Baby) 39 Euro

International Rotary Bigband

Musikalisch knüpft die Formation an den legendären Bigband-Sound der 1940er- und 1950er-Jahre an. Da klingt die Ära von Duke Ellington, Count Basie und Sammy Nestico an. Die 2019 gegründete International Rotary Bigband unter der Leitung des renommierten Mannheimer Jazztrompeters Thomas Siffling begeistert mit Power, Präzision und Spielfreude ein Publikum jeden Alters.

Sonntag, 26. September, 11 Uhr
Festhalle, großer Saal
Eintritt: 10 Euro

Junior‘s Jazz Open

WDR Funkhausorchester – „Tanz mal mit der Maus“

„Die Sendung mit der Maus“ feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Das Jazzfestival Viersen darf auch gratulieren und sogar mittanzen. Denn in diesem Konzert ist Bewegung angesagt. Das WDR Funkhausorchester spielt neu arrangierte Lieblingssongs aus den Charts. Daneben gibt es viel Spannendes aus der unendlich großen Welt der Musik zu entdecken. Die musikalische Leitung hat Enrico Delamboye. André Gatzke und Nina Heuser moderieren. Das Programm eignet sich für alle Musikfans ab einem Alter von fünf Jahren.

Sonntag, 26. September, 16:30 Uhr
Festhalle, großer Saal
Eintritt 7,50 Euro (Erwachsene), 5 Euro (Kinder)

Informationen zum 34. Jazzfestival Viersen und zum Ticketkauf bietet die Festival-Webseite www.jazzfestival-viersen.de. Karten im Vorverkauf gibt es beim städtischen Ticketing, Heimbachstraße 12, 41749 Viersen, Telefon 02162 101-466 oder -468 (dienstags bis freitags von 8:30 bis 12:30 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14 bis 18 Uhr).

In der Festhalle werden die Sitzplätze nach dem Schachbrettmuster corona-konform vergeben. Bei den beiden Konzerten auf der Open-Air-Bühne im Lyzeumsgarten ist der Eintritt frei. Anmeldung beim Ticketing der Stadt Viersen ist jedoch erforderlich, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Alle Veranstaltungen stehen unter dem Vorbehalt der dann gültigen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

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