v.l. Herbert Süß, Dr. Klaus Wiener, Christian Steinacker, Nicole Burda, Roland Schüren und Lutz Gallasch (Foto: privat)
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Monheim am Rhein. Der KKV, Verband der Katholiken in Verwaltung und Wirtschaft – Ortsgemeinschaft Monheim, lud zur Podiumsdiskussion mit den Bundestagskandidaten ein. Unter der Moderation von Herbert Süß, Vorsitzender des KKV, stellten sich die Teilnehmer dem Publikum mit ihren Schwerpunkten vor.

Christian Steinacker von der SPD legt seinen Schwerpunkt auf den Einklang von Wirtschaft und Klimaschutz mit den Menschen, gesellschaftlichen Zusammenhalt durch eine starke Wirtschaft bei fairer Bezahlung und ausreichender Rente für die Arbeitnehmer sowie bezahlbaren Wohnraum. Dr. Klaus Wiener (CDU) geht mit den Themen Neustart nach der Pandemie durch Investitionen, Klimawandel als internationale Aufgabe, sicherer Rente für Ältere und Jüngere sowie deutschlandweite Sicherheit in die Diskussion. Nicole Burda, Kandidatin der FDP, wiederum legt Wert auf Chancengerechtigkeit, Bildung als Bundesthema, digitale Transformation, Entbürokratisierung und Klimaschutz. Danach hatte grüne Kandidat Roland Schüren das Wort und betonte, die Grünen seien keine Verbotspartei und hätten einen Masterplan, in dem der Klimaschutz als wichtigste Aufgabe zu sehen ist. Die Linke, vertreten durch Lutz Gallasch, will sich für Lohnerhöhung bei Geringverdienern einsetzten, Klimagerechtigkeit durch stärkere Besteuerung der Unternehmen als große CO2-Ausstoßer und Geld aus dem Bundeswehretat herstellen sowie einer solidarischen Versicherung in der Gesundheitsvorsorge, in die alle einzahlen müssen.

Danach kam Moderator Süß auf einzelne Aspekte wie zum Beispiel das Thema Rente zu sprechen. Auch hier konnten die Kandidaten ihre unterschiedlichen Standpunkte deutlich machen. Gallasch möchte die Rente dahingehend reformieren, dass alle in das System einzahlen und jeder nach 40 Beitragsjahren in die Altersrente gehen kann bei mindestens € 1.200 Rente. Schüren steht für ein Renteneintrittsalter von 65 Jahren bei einem Rentenniveau von 50 %, und der Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze. Burda hingegen will die Rente dahingehend reformieren, dass aus der gesetzlichen Rente 2 % als kapitalgesetzter Anteil ausgewiesen wird und die Hinzuverdienstgrenze soll ganz wegfallen. Steinacker plädiert dafür, dass wir eine Solidargemeinschaft bleiben in der die einzelnen Glieder sowohl ordentliche Löhne als auch eine ordentliche Rente erhalten müssen und fordert daher eine steuerfinanzierte Rentenunterstützung. Wiener sieht, dass eine starke Wirtschaft die Rente für die Älteren sicher macht. Bei den Jüngeren muss die Rente auf den drei Beinen von gesetzlicher Rente, betrieblicher Rente und privater Vorsorge stehen.

Bei der danach folgenden Diskussion ging es um den Unterschied zwischen Renten und Pensionen, um die Elektromobilität als Zukunftstechnik oder nicht, um Steuern, um Europa und um den Wohnungsbau. „Auch bei diesen Themen wurden die unterschiedlichen Ansätze gut aufgezeigt hat“, bestätigte SPD-Kandidat Steinacker.

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