(Foto: privat)
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Emmerich am Rhein. Am 21. August 2021 fand im Kolpinghaus Elten die satzungsgemäße Jahreshauptversammlung der St. Martinus-Schützenbruderschaft Elten-Grondstein 1928 e.V. statt. Unter Beachtung und Einhaltung der sogenannten „3G-Regel“ konnte Brudermeister Henry Slagmeulen 85 anwesende Schützenbrüder begrüßen. Schriftführer Sören Fork blickte in seinem Geschäftsbericht ausführlich auf das vergangene Jahr zurück.

Leider mussten in 2020 fast alle Veranstaltungen aufgrund des sich seit Anfang des Jahres langsam in aller Welt ausbreitenden Corona-Virus SARS-CoV-2 abgesagt bzw. vorzeitig beendet werden, worunter auch das Mai- und das Hauptfest der Bruderschaft fielen. Es folgten weitere Auflagen und Kontakteinschränkungen, die das Vereinsleben bis auf weiteres nahezu zum Erliegen brachten. Doch die Schützenbruderschaft blieb auch in der Corona beschwerten Zeit aktiv und die Mitglieder brachten sich hier auf vielfältige Art und Weise ein.

Hervor hob Fork die großartige Spendenbereitschaft innerhalb der Schützenbruderschaft. So entstand in 2020 aus den Reihen unserer jungen Schützenzüge unter der Federführung von Daniel Kroesen, die Idee innerhalb der Bruderschaft Spenden zugunsten eines guten Zweckes zu sammeln. Schließlich waren die Zugkassen durch das ausgefallene Maifest entsprechend gut gefüllt. Dem Spendenaufruf kamen viele Mitglieder und Züge nach und so konnten am 27. Juni ansehnliche 3.057,27 € an den Arbeitskreis „Familien in Not“ in Emmerich übergeben werden.

Aber auch der aktive Arbeitseinsatz wurde gewürdigt: So wurden u.a. Räumlichkeiten des Kolpinghauses, welche regelmäßig durch die Schützen genutzt werden, sehr vorzeigbar modernisiert. Mit diesen Schritten setzte die Bruderschaft ein deutliches Zeichen, das Kolpinghaus auch weiterhin als Vereinsräumlichkeit zu nutzen und aktiv an der Instandhaltung des Hauses beitragen zu wollen.

Der 2. Kassierer Geert-Jan Janssen bescheinigte anschließend dem Verein eine gute Kassenlage, wurden doch trotz Corona bedingten Einschränkungen in den Aktivitäten des Vereins im Jahr 2020 einige Investitionen getätigte. Insgesamt ist der Verein nun 435 Mitglieder stark.

Es schlossen sich die Berichte der Fachgruppen Elferrat, Schießkommission und Jungschützenabteilung an. Alle drei Fachabteilungen wussten Interessantes und viele Erfolge aus dem letzten Jahr zu berichten. Insgesamt könne man wirklich stolz sein auf das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Vereins. Die Zeit, die hier investiert werde, ist schon enorm.

Neu im Vorstand ist nun Thorsten Naves, der zukünftig das Amt des 4.Beisitzers bekleidet. Der ehemalige 4.Beisitzer Tobias Derksen wurde nun zum 1. Kassierer gewählt.  Die Vorstandsmitglieder René Bolk (2. Brudermeister), Marc Horstmann (2. Schriftführer), Geert-Jan Janssen (2. Kassierer), Christoph Meisters (2. Beisitzer), und Jens Jansen (stellvertretender Bataillonskommandeur) wurden für zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Folgende Züge feiern im Jahre 2021 ein Jubiläum: Die Züge 29 und 30 feiern das 25-jährige Bestehen und den Zug 20 gibt es nunmehr schon seit 40 Jahren.

Für das laufende Jahr 2021 sind weitere, jedoch kleinere Investitionen geplant. So soll u.a. ein Atemluftkompressor angeschafft werden, mit welchem die Druckluftkartuschen der Luftgewehre vereinsintern selbst aufgefüllt werden können. Die Möglichkeit von dieser Technik Gebrauch zu machen, möchte die Bruderschaft dann auch anderen Vereinen anbieten.

Besonders stolz ist Brudermeister Henry Slagmeulen auf den großen Solidargedanken in der Bruderschaft. So wurde erst kürzlich zu einer Spendenaktion für die Opfer der Flutkatastrophe unter dem Motto „Elten hilft…“ aufgerufen. Neben Einzelspenden aus den Schützenzügen und von Privatpersonen hatte der Vorstand beschlossen, einen Betrag in Höhe von 1000,-€ zu spenden. Im Rahmen der JHV wurde von den anwesenden Schützenbrüdern angeregt, diesen Betrag um 3.500, – € zu erhöhen – sodass allein aus der Vereinskasse nun insgesamt 4.500, -€ für die Opfer gespendet werden.

Aber nicht nur finanziell, sondern auch tatkräftig engagieren sich die Schützenbrüder in der Hilfe der in Not geratenen Menschen. Die beiden Kameraden Jens Verheyen (aus dem Schützenzug 32) und Benjamin Daniels (aus Zug 15) haben mit ihren Familien spontan am 17. Juli eine Sammelaktion gestartet und innerhalb eines Tages dafür gesorgt, dass sie mit vielen Sachspenden – insbesondere für die Kinder – in das Hochwassergebiet fahren konnten. Auf Grund der vor Ort gewonnenen Eindrücke kam von den beiden Kameraden anschließend die Idee zu der oben genannten Spendenaktion.

Auch ein Mitglied aus dem Schützenzug 30 nahm einen Teil seines Jahresurlaubs und campierte vor Ort im Katastrophengebiet, um zu helfen. Er organisierte nach seiner Rückkehr gemeinsam mit seinem Schützenzug die Spende und den Transport einer LKW-Ladung voll mit Trinkwasserkisten in die Region, die diese Hilfe auf vorheriger Nachfrage dringend benötigten und auch dankend annahmen.

Dass alles getreu dem Motto der Schützen: “Glaube – Sitte – Heimat!

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