Jungtier Nari mit Mutter Püschel (Foto: Zoo Duisburg / G. Sickmann)
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Duisburg. Bei gleich zwei Tierarten gibt es Nachwuchs

Munter tollen die jungen Alpakas umher, während in direkter Nachbarschaft vier kleine Meißner Widder die ersten Ausflüge auf die Außenanlage wagen.

Lange Beine, schwarze Kulleraugen und weiches Fell: Die zwei jungen Alpakas im Zoo Duisburg sind ein echter Hingucker. Bei ihren Ausflügen auf der Außenanlage ist von Unsicherheit nichts zu sehen. „Die Zwei machen sich wirklich gut und erkunden ihre Umgebung. Jedes Blatt und jeder Stein wird genau erkundet“, berichtet Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes. Besonders mutig ist ‚Nari‘. Der Alpakahengst wurde bereits vor acht Wochen geboren und ist das erste Jungtier der Duisburger Alpakastute ‚Püschel‘. „Völlig gelassen interagiert sie mit dem Kleinen – das sieht schon erstaunlich routiniert aus“, freut sich Dr. Ternes. Eine Spielgefährtin bekam der kleine ‚Nari‘ dann vor zehn Tagen, als Alpakastute ‚Stella‘ die kleine ‚Valentina‘ zur Welt brachte.

Auch in direkter Nachbarschaft zu den Alpakas gibt es putzigen Nachwuchs: Im schützenden Kaninchenstall wurden schon vor einigen Wochen vier kleine Meißner Widder geboren. Die ersten Lebenswochen haben die Jungtiere im warmen Nest verbracht. Nun erkundet das Quartett immer häufiger die Außenanlage und lässt sich bei den ersten Ausflügen beobachten. „Das ist einfach ein schönes Bild“, freut sich Dr. Kerstin Ternes. Die Zootierärztin ist mit der Entwicklung der Kleinen sehr zufrieden. „Sie sind fit und munter“. Für Ternes und ihre Kollegen ist das Aufwachsen der Kleinen Widder nicht nur schön zu beobachten, die Fachleute des Zoos wissen auch um die Bedeutung: „Meißner Widder gehören zu den bedrohten Haustierrassen, im Jahr 1976 gab es deutschlandweit nur noch rund 50 Exemplare“, so die Tierärztin. Es ist ein Schicksal, welches Meißner Widder mit viele weiteren, alten Haustierrassen teilen, die keine wirtschaftliche Bedeutung haben. Engagierte Züchter sowie Zoologische Gärten setzen sich dafür ein, alte Haustierrassen zu bewahren. Denn diese gelten als widerstandsfähiger als die Rassen, welche in der konventionellen Landwirtschaft gehalten werden.

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