Bürgermeister Christoph Fleischhauer bedankte sich bei Thomas Behrendt für seinen Einsatz als Lebensretter. Sohn Alexander und Frau Yvonne freuen sich ebenfalls über das Engagement (Foto: pst)
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Moers/Xanten. Für sein mutiges Einschreiten hat sich Bürgermeister Christoph Fleischhauer bei Thomas Behrendt in Moers bedankt. Der Moerser hatte Ende Juni an der Bislicher Insel in Xanten einen älteren Mann vor dem Ertrinken aus dem Rhein gerettet. Eigentlich sollte es ein schöner Familienausflug mit Frau Yvonne und Sohn Alexander werden. Aber als der ehemalige Bundeswehrsoldat einen Mann von einem Ponton am Fähranleger fallen sah, hat er sofort gehandelt. „Ich habe den Schiffen signalisiert, dass dort eine Person im Wasser ist und bin dann selbst reingegangen“, schilderte der 39-Jährige sein Vorgehen. Er ist bis zu den Hüften ins Wasser gewatet, um den Verunglückten zu retten. „An dem Tag waren der Schiffsverkehr und die Strömung enorm“, erinnert sich Yvonne Behrendt mit leichtem Schaudern. Obwohl weitere Spaziergängerinnen und Spaziergänger unterwegs waren, hat niemand sonst Hilfe geleistet. Im Gegenteil: Viele von den Zeugen haben ihr Handy gezückt, um Fotos und Filme zu machen.

Für den Moerser stand aber zu keiner Zeit infrage, dass er hilft. „Es wäre wünschenswert, wenn jeder so handeln würde“, so Bürgermeister Fleischhauer. An den 11-jährigen Sohn des Lebensretters gerichtet, sagte das Stadtoberhaupt: „Großen Respekt! Dein Papa ist ein Vorbild.“ Dieser findet das Engagement seines Vaters „mega“. Passiert ist Thomas Behrendt zum Glück nichts. Lediglich sein Knie war etwas ‚verdreht‘, weil die Strömung so stark war. „Man muss in solchen Situationen natürlich das eigene Risiko abschätzen“, rät er anderen Menschen in ähnlichen Situationen. Das Mindeste sei aber, die Feuerwehr oder den Rettungsdienst zu rufen.

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