Dr. Stefan Dietzfelbinger (Foto: Niederrheinische IHK/Michael Neuhaus)
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Duisburg. Erfolg für den Standort und Motivationsschub zugleich: Das Bewerbungskonsortium unter der Leitung des Zentrums für Brennstoffzellentechnik (ZBT) hat eine Förderzusage des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer (CSU) erhalten. Das teilten Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP) bei einer Pressekonferenz mit. Duisburg wird damit Standort eines Technologie- und Innovationszentrums für Wasserstoff (TIW). Das Forschungszentrum soll auf dem Gelände der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann entstehen.

Neben Duisburg werden die Standorte Chemnitz, Pfeffenhausen (Landkreis Landshut) und ein Verbund von drei Küstenorten Teil des ITZ. Dazu stellt das Bundesministerium bis Ende 2024 bis zu 290 Millionen Euro zur Verfügung – davon gehen bis zu 60 Millionen Euro nach Duisburg.

Niederrheinische IHK begrüßt die Entscheidung

„Damit ist eine wichtige Weiche für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes gestellt. Wasserstoff ist die Kohle des 21. Jahrhunderts und bildet das Fundament für eine klimaneutrale Industrie“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.

Der Standort Duisburg konnte durch die hohe Qualität der Bewerbung und die breite Unterstützung in der Region überzeugen: „Mit dem großen Industriegrundstück und der vorhandenen Infrastruktur ist Duisburg sofort startbereit“, so Dietzfelbinger.

Auch Felix Banaszak, Landesvorsitzender der NRW-Grünen und Direktkandidat für den Bundestag im Wahlkreis Duisburg II kommentierte die heutige Entscheidung: “Die Entscheidung, Duisburg-Hüttenheim zu einem der Standorte des Innovations- und Technologiezentrums Wasserstoff zu machen, ist richtig und begrüßenswert. Die bis zu 50 Millionen Euro, die für den Aufbau des Zentrums bis 2025 unter anderem auch in Duisburg investiert werden sollen, sind gut angelegtes Geld. Dass künftig hier im Herzen des Ruhrgebiets die Forschung zur wasserstoffbasierten Zukunft des Verkehrssektors stattfinden wird, ist ein erster wichtiger Schritt hin zu einer umfassenden Wasserstoffstrategie. Diese muss zwingend auch die Stahlbranche umfassen. Schließlich sitzen hier die zentralen Akteuren, die auf dem Weg zur Klimaneutralität perspektivisch auf grünen Wasserstoff angewiesen sind. Die Nähe zu den Werken kann also durchaus von großem Vorteil sein, um Bedarfe zu identifizieren und Know-How zu transferieren. Die Kooperationen laufen schon, jetzt muss die Politik mit klaren Zusagen zu Investitionssicherheit folgen. Das parteiübergreifend einigende Ziel sollte sein, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass in Duisburg die erste CO2-freie Bramme weltweit produziert wird.“

„Duisburg kann Zukunft”

Bruno Sagurna, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion (Foto: privat)

Der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Bruno Sagurna freut sich, denn „Duisburg kann Zukunft. Unser Konzept für ein Technologie- und Innovationszentrum Wasserstoff (TIW) hat überzeugt. Nun steht endgültig fest: Duisburg ist führender Standort für moderne Wasserstofftechnologie in Deutschland. Die Entwicklung der zukünftigen Wasserstoff-Technik für Mobilität, Transport und Logistik wird hier bei uns vorangetrieben. Das ist eine großartige Nachricht und wird den Wirtschaftsstandort Duisburg weiter nachhaltig stärken. Die starke Zusammenarbeit von Stadt, Wissenschaft und Wirtschaft sowie die exzellenten Rahmenbedingungen machen sich bezahlt. Dadurch schaffen wir die Grundlage für neue Perspektiven, Innovationen und Investitionen, die wir für einen erfolgreichen Strukturwandel und moderne Arbeitsplätze benötigen.“

Bis 2025 mit bis zu 50 Millionen Euro Unterstützung

Petra Vogt MdL (Foto: CDU)

Die nordrhein-westfälische Landesregierung wird die ersten Schritte der Zentrumsentwicklung mit knapp 1,6 Millionen Euro und den weiteren Aufbau bis 2025 mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützen. Dazu sagt die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Petra Vogt: „Diese Entscheidung ist nur folgerichtig: Duisburg wird damit zum Wasserstoff-Hotspot. Natürlich freue ich mich sehr für unsere Stadt, die alle wichtigen Voraussetzungen mitbringt, um für Nordrhein-Westfalen zum starken Wirtschaftsstandort zu werden. Wir wollen in Duisburg einen großen Teil dazu beitragen, die Entwicklung der zukünftigen Wasserstoff-Technik für Mobilität, Transport und Logistik voranzutreiben.“

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