(Foto: privat)
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Duisburg/Oberhausen. Nachdem 2020 die Premiere des Ironman 70.3 Duisburg ausfallen musste, ging es am 29. August 2021 an der Regattabahn in Duisburg erstmals über 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen an den Start. Auch 10 Mitglieder des RWO Endurance Teams aus Oberhausen standen früh morgens an der Startlinie, für viele war es der erste Wettkampf seit zwei Jahren. Da noch einige Autos auf der Wettkampfstrecke geparkt hatten, mussten die Athleten zunächst startbereit im Neoprenanzug auf den Startschuss warten, bis die Strecke freigeräumt war. Nach einer Stunde mit den Hufen scharren ging es endlich los mit einem Startsprung in das 19 Grad kalte Wasser.

Allen voran dominierte Timo Schaffeld vom RWO Endurance Teams das Rennen und holte sich in 3:50:42 Std. den Gesamtsieg.

Er stieg als 14. aus dem Wasser und machte durch einen flotten Wechsel bereits 7 Plätze gut. Als 8. ging er auf die Radstrecke und startete eine fulminante Aufholjagd. Bei knapp 14 Grad regnete es in Strömen und die nassen, rutschigen Straßen mit den engen Wendepunkten verlangten allen Starten viel ab. Ab km 70 übernahm Timo die Führung und baute seinen Vorsprung immer weiter aus. Auf der zweiten von drei Laufrunden zog sich Timo an einer Stelle, wo Rad- und Laufstrecke direkt aneinander vorbeilaufen, durch den Sturz eines Mitstarters auf der Radstrecke und ein dadurch auf die Laufstrecke fallendes Absperrgitter eine 10 cm lange Fleischwunde am rechten Unterschenkel zu, die stark blutete. Eine Möglichkeit zum verarzten gab es erst im Ziel, als Führender war die Entscheidung klar: aufgeben, gibt es nicht, „durchziehen und alles versuchen“ hieß die Devise. Eine starke Laufzeit von 1:13 Std. brachte Timo den Gesamtsieg und stürmte in 3:50:42 mit einer wehenden RWO-Fahne über die Ziellinie. Direkt im Anschluss ging es direkt mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus. Mit 15 Stichen frisch genäht war er pünktlich zur Siegerehrung zurück und freute sich neben dem Gesamtsieg über eine neue persönliche Bestzeit über die Mitteldistanz.

Lautstark an der Strecke angefeuert von der ganzen Familie und seinen Freunden wurde Kevin Engler. Er folgte in 4:28:01 Std. und belegte einen 9. Platz in der AK M25-29. Mit dieser starken Leistung beendet er seine erste Triathlon-Saison, die mit einer Qualifikation für die WM verbunden war. Nächstes Jahr in der neuen Altersklasse bieten sich neue Möglichkeiten für die nächsten 4 Jahre.

Thomas Müthing erreichte in 4:50:31 Std. das Ziel (Platz 37 AK M35-39). Dicht auf seinen Fersen war Thorsten Wagener, der nur 40 Sekunden später in 4:50:54 Std. das Ziel erreichte (Platz 11 der AK M50-54). Ansgar Weck finishte in 4:59:43 Std. (Platz 56 AK M35-39).

Michael Jankowski wählte für seinen ersten offiziellen Triathlon-Wettkampf überhaupt direkt die Mitteldistanz im heimischen Revier. Ein sommerliches und warmes Rennen wäre ihm lieber gewesen, aber auch das widrige herbstliche Regenwetter konnte ihn nicht davon abhalten, sein Rennen zu genießen. In 5:14:56 Std. (Platz 93 AK M35-39) lieferte er eine starke Premiere ab. Knapp hinter ihm liefen Oliver Zimmer in 5:18:23 Std. (Platz 33 AK M55-59) und Robert Kempf in 5:19:14 Std. (Platz 58 AK M50-54) im MSV Stadion ins Ziel.

Aline Pierzina konnte sich als gebürtige Duisburgerin die Premiere in Duisburg natürlich ebenfalls nicht entgehen lassen. Lautstark angefeuert von Freunden, verteilt über die ganze Strecke, erfüllte sie sich freudestrahlend nach 5:49:15 Std. einen Traum, im MSV Stadion einlaufen zu dürfen (Platz 12 AK F35-39). Andreas Laskowski hatte in der Vorbereitung mit Knieproblemen zu kämpfen. Doch das Knie hielt auch beim abschließenden Halbmarathon und er konnte den Zieleinlauf nach 6:33:41 Std. voll und ganz genießen (Platz 34 AK M60-64).

Begeistert angefeuert von vielen Teamkollegen entlang der Strecke, die sich trotz des Dauer-Regens nicht vom lautstarken Anfeuern der Teamkollegen abhalten ließen, lieferten alle Athleten eine starke Leistung ab.

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