Jörg Jedfeld aus Haltern (links) und Dirk Schmidt aus Bochum (rechts), wie sie coronakonform an einem Strang ziehen (Foto: privat)
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Essen/Bochum/Recklinghausen/Haltern. „Es ist nur eine kleine Notiz im Sachbericht an den Verwaltungsrat des Verkehrsverbunds. Aber es ist eine, die mir und den Kollegen aus dem Kreis Recklinghausen viel Freude bereitet“, resümiert der Bochumer CDU-Verkehrspolitiker Dirk Schmidt, was in gerade 8 Zeilen von 630 Seiten im aktuellen Bericht an das politische Aufsichtsgremium beschrieben wird: Ab dem Fahrplanwechsel 2022/23 soll es eine stündliche Direktverbindung zwischen Bochum und Recklinghausen bis nach Haltern am See geben – ohne umzusteigen. Dafür hat die CDU im VRR, in Bochum und im Ruhrgebiet lange gekämpft.

Auch Jörg Jedfeld aus Haltern freut sich. Er ist stellvertretender Vorsitzender der CDU im VRR und Mitglied des Kreistags Recklinghausen. „Fraktions­übergreifend gibt es eine Initiative, ersatzweise zunächst Schnellbusse einzusetzen, um die Nord-Süd-Verbindungen zu verbessern. Durch den sechsspurigen Ausbau der A43 war zuletzt nochmals deutlich geworden, wie wichtig eine direkte Verbindung zwischen dem Kreis Recklinghausen und der Universitätsstadt Bochum ist. Gleise sind ja vorhanden.“

Landesverkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat Mittel zugesagt

Laut Mitteilung des VRR-Verwaltung hat das Landesverkehrsministerium von Hendrik Wüst (CDU) Gelder um diese Leistungsausweisung im Regionalverkehr ab Ende 2022 zu ermöglichen. Die Verwaltung führe derzeit Abstimmungsgespräche. „Details werden bald folgen“, so Dirk Schmidt weiter: „Auf der Hand liegt die Nachfrage, weshalb die auch angestrebte Fortführung nach Hagen nicht mehr verfolgt wird.“

„Über viele Jahre besteht die Forderung nach einer Schienenverbindung von Bochum nach Recklinghausen. Im Programm der Stadtbahn Rhein-Ruhr sollte einst die Stadtbahnlinie U35 bis dahin verlängert werden. Von Bochum aus in südlicher Richtung war eine Verbindung über Witten nach Hagen dazu im Gespräch. Immer wieder gibt es Anregungen aus politischen Gremien der Kommunen dazu, aber auch Widerstände. „Jetzt wird’s greifbar!“, so Schmidt abschließend.

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