Der Musikverein Hochneukirch und Schützen der St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn unterhielten am Samstag die Senioren im Hubertusstift mit einem Platzkonzert (Foto: St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn)
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Willich. „Wir möchten uns in dieser schwierigen Zeit trotzdem weiter um die alten Menschen in unserer Gemeinschaft kümmern und sie nicht vergessen“, so erklärt Michael Klein, 1. Brudermeister der St. Sebastianus Bruderschaft eine Aktion der Schützen am Samstag: Der Musikverein Hochneukirch spielte unter der musikalischen Leitung von Kapellmeister Klaus Danners erstmals in Schiefbahn auf – bei einem Platzkonzert auf dem Hof des Hubertusstift.

Der Vorsitzende des Musikvereins, Dietmar Meisen, betonte in der Begrüßung der Gäste, dass die Musiker sich freuten, nach der langen Pandemiephase, denjenigen, die am stärksten zur Einsamkeit verurteilt waren, wieder etwas Unterhaltung und Abwechslung bringen zu können. Der Musikverein Hochneukirch spielte deshalb auch kostenfrei. Zu den Gästen auf dem Hof gehörten auch der Vorstand und das Königshaus der St. Sebastianus Bruderschaft Schiefbahn.

Dietmar Meisen und Brudermeister Michael Klein drückten im Gespräch die Hoffnung aus, dass der Musikverein im nächsten Jahr zu Schützenfest endlich auch bei den Schützenumzügen spielen kann.

Am Sonntag wahrten die Schiefbahner Schützen eine andere Tradition: Sie unternahmen die alljährliche Wallfahrt nach Kevelaer – dieses Mal wieder in den eigenen Pkw, nicht in einem gemeinsamen Bus. Am Vormittag besuchte die Gruppe eine Familienmesse unter freiem Himmel im Pax Christi-Forum, danach sprachen die Schützen noch ein kurzes Gebet an der Gnaden-Kapelle.

„Für uns ist es wichtig, dass wir diese Tradition, die zu unserem Bekenntnis zum christlichen Glauben gehört, nicht vernachlässigen. Es ist ein gewachsener Teil unserer Identität“, so Geschäftsführer Sascha Kaulen. Im Anschluss fuhren die Schützen dann in das Schiefbahner Bruderhaus zum Abschluss. Eigentlich hätte auch die Überreichung des Königssilbers an den neuen König stattfinden sollen – dieser Schritt ist aus bekannten Gründen derzeit nicht möglich. „Wir alle hoffen jetzt, dass wir 2022 wieder ein Schützenfest feiern können, um die Geduld unseres amtierenden Königs Horst Meyer entsprechend zu würdigen, der so lange auf ‚sein Fest‘ warten muss“, so Brudermeister Klein.

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