David Tews (1. Vorsitzender des Imkervereins Dortmund-Aplerbeck) (vorne links), Heiko Just (stellv. Leiter des Grünflächenamtes) 2.v.l., Ulrich Finger (Leiter des Grünflächenamtes) (3.v.l.), Michael Stappers (Imker aus Dortmund-Aplerbeck) (mitte vorne), Dr. Christian Falk (Technischer Fachbereichsleiter Stadtentwässerung) (vorne rechts) (Foto: Roland Gorecki, Dortmund-Agentur)
Anzeige

Dortmund. Die Dortmunder Stadtentwässerung ist mit 2.000 km Kanälen für die Abwasserbeseitigung im Stadtgebiet Dortmund zuständig.

Aber nicht nur. Zur Bewirtschaftung des Niederschlagswassers gehören auch eine Vielzahl von Anlagen an der Oberfläche. Dies sind in erster Linie Regenrückhaltebecken, Stauanlagen in Gewässern, Versickerungsbecken, öffentliche oberirdische Abflusssysteme. Außerdem obliegt der Stadtentwässerung die Unterhaltung von rund 300 km kommunaler Gewässer. Damit ist der Eigenbetrieb Stadtentwässerung aber gleichzeitig auch einer der größten Player in der Stadt, wenn es um Grünflächen geht. Denn eine Vielzahl Rückhaltebecken und Grünflächen werden vom Eigenbetrieb Stadtentwässerung betreut, um das anfallende Oberflächenwasser geordnet und gut dosiert abzuführen. Erst Starkregenereignisse, wie wir sie in diesem Sommer hatten, lenken die Aufmerksamkeit der Menschen auf dieses große Aufgabenfeld der Stadtentwässerung.

Betrachten wir aber mal die Rückhaltebecken und Grünflächen aus einem anderen Blickwinkel: In Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt wurden jüngst neue Pflege- und Entwicklungskonzepte für die Grünflächen der Dortmunder Stadtentwässerung entwickelt.

Da insbesondere die Flächen der Rückhaltebecken viele Möglichkeiten bieten würden, mit geeigneten Maßnahmen dem Klimawandel zu begegnen, werden zurzeit bei der Stadtentwässerung genau diese Möglichkeiten ausgelotet. Im Kern dürfen diese Möglichkeiten aber nicht der Funktion und der Leistungsfähigkeit der Anlagen entgegenstehen.

Vorstellbar sind die Anlage von Wildblumenwiesenbereiche, Bäume und Gehölze in Randlagen und unkritischen Bereichen der Flächen.

Ebenso werden die bisherigen Pflegepläne der Grünflächen geprüft. Ggf. gibt es auch hier die Möglichkeit einer Extensivierung, mit dem Ziel, die Entwicklung einer Vegetation zu begünstigen, die Kleintieren und vor allem Insekten eine bessere Lebensgrundlage gibt. Ein besonderer Fokus ist hierbei das Nahrungsangebot für Bienen.

Dieses sind Aufgaben, die derzeit geprüft werden und dann im Winterhalbjahr 21/22 einer Realisierung zugeführt werden könnten.

Zum Thema „Förderung der Biodiversität“ wurde auch eine Zusammenarbeit mit einem Dortmunder Imkerverein ins Leben gerufen. Wenn sich diese Kooperation weiter positiv entwickelt, wird das Projekt „Aufstellung von Bienenstöcken“ ausgeweitet.

Die Stadtentwässerung begrüßt zudem bürgerschaftliches Engagement bei der Entwicklung und Gestaltung solcher Flächen. Wer Interesse daran hat, sich zu kümmern und beispielsweise Müll zu entfernen oder Blumen zu pflegen, kann sich an die Stadtentwässerung entweder per Mail wenden über stadtentwaesserung@dortmund.de oder die Dortmunder Rufnummer 50-22542 wählen.

Beitrag drucken
Anzeigen