(Foto: Feuerwehr Köln)
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Köln. Update 14.9.21 um 12.54 Uhr: Seit gestern Vormittag läuft der Einsatz der Feuerwehr Köln bei der Firma FrieslandCampina, bei der bis jetzt aus ungeklärter Ursache Natronlauge und Ameisensäure in unterirdischen Tanks vermischt worden sind. Die Behältnisse werden mittels dauerhaften Temperaturmessung und Videoüberwachung kontrolliert. Erste Versuche, den Tankinhalt aus den Tanks zu pumpen sind fehlgeschlagen. Mit Unterstützung der TUIS (Transport- Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem) wird heute im Laufe des Tages ein weiterer Versuch gestartet, den Inhalt der Tanks in ein Transportfahrzeug zu fördern und der Entsorgung zuzuführen. Die Feuerwehr Köln kontrolliert fortlaufend das gesamte Werksgelände auf Schadstoffe, bis jetzt waren aller Erkundungen negativ. Im Einsatzbefinden sich 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln. Die Produktion der FrieslandCampina Werke ruht für die Zeit des Feuerwehreinsatzes. Die Sperrung der Geldernstr. bleibt noch weiter bestehen. 


Um 11:21 Uhr ist die Feuerwehr Köln am Montagmorgen von der Betriebsleitung der FrieslandCampina Werke alarmiert worden. Aus bisher ungeklärter Ursache war es zuvor zu einer Fehlbefüllung unterirdischer Tanks gekommen, bei der Ameisensäure mit Natronlauge vermischt wurde.

Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte das Meldebild bestätigt werden, das gesamte Werksgelände war zu diesem Zeitpunkt bereits durch die Betriebsleitung geräumt. Zehn Mitarbeitende wurden nach einer notärztlichen Untersuchung ohne Symptome dennoch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr nutzte zur Lageerkundung Chemieschutzanzüge und stellte in direkter Umgebung der Tanks einen Temperaturanstieg fest, von dem keine Gefahr ausging. Ein Produktaustritt wurde nicht festgestellt. Die gemeldete Gefahr im Bereich Geldernstraße, Bilderstöckchen, Mauenheim und angrenzenden Bereichen besteht nicht mehr.

Die Feuerwehr plante am Nachmittag das Abpumpen und den Abtransport des Gemisches. Hierzu wurde bereits das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der deutschen chemischen Industrie angefordert. Der Einsatz wird noch mehrere Stunden andauern. (ots)

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