Lama Annabell und Besitzerin Heike Brug (Foto: © St. Augustinus Gruppe)
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Neuss. Am 21. September ist Welt-Alzheimertag

Seit Alois Alzheimer die nach ihm benannte hirnorganische Krankheit vor fast 120 Jahren erstmals wissenschaftlich beschrieb, hat sich in der Forschung viel getan. Klar ist: Der fortschreitende Abbau von Nervenzellen im Gehirn führt zunehmend zu Einschränkungen der Fähigkeiten. Je mehr der Orientierungssinn und das Sprachvermögen nachlassen, umso wichtiger werden Berührungen, Musik oder Gerüche für die Erkrankten. Daher haben sich die Senioreneinrichtungen der St. Augustinus Gruppe in Neuss einiges einfallen lassen, um die Betroffenen zu erfreuen und ihre Angehörigen zu informieren.

So kommt beispielsweise das Lama Annabelle ins Johannes von Gott Haus in Meertal. Die Nähe zu dem zahmen und imposanten Vierbeiner tut allen gut, die gerne streicheln. Wärme und Fellstruktur geben Ruhe und Kraft – auch und gerade dementiell veränderten Menschen, die sich nicht mehr gut ausdrücken und ganz leicht verständlich machen können.

Im Altenheim Immaculata an der Augustinusstraße wurden Äpfel im eigenen Garten geerntet, die am Welt-Alzheimertag gemeinsam gewaschen, geschält und verarbeitet werden. Hier sollen bei vielen Seniorinnen und Senioren mit beginnender Demenz Erinnerungen geweckt werden, der Duft von frischem Apfelkuchen und sein Geschmack erreichen auch Bewohner im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf.

Das Memory Zentrum, in dem auch viel zu Demenz geforscht wird, bietet eine ganze Woche lang Aktionen rund um den Welt-Alzheimertag. So gibt es Vorträge, Konzerte zum Mitsingen oder Zuhören, eine Autorenlesung, Mitmachtheater und sogar ein Tanzcafé. Teilweise werden die allesamt kostenfreien Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch Demenz, dem Lotsenpunkt Furth Stadionviertel und der Stadtbibliothek Neuss angeboten. Infos und Anmeldungen unter www.st-augustinus-memory-zentrum.de

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