(Foto: Köhring/MEG)
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Mülheim an der Ruhr. MEG zieht erste positive Bilanz der „mobilen Stadtsauberkeits- und Beratungsgruppe“

Sie sind auf der Suche nach wilden Müllkippen und ihren Verursachern: Seit Februar 2021 sind die Teams der „mobilen Stadtsauberkeits- und Beratungsgruppe“ (kurz: MSB) der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft im Schichtbetrieb auf Mülheims Straßen im Einsatz. Seit Mitte April ist die Gruppe mit drei Teams vollständig besetzt. In den vergangenen sieben Monaten waren sie in circa 700 Fälle an Depotcontainern und in rund 100 Fälle im gesamten Stadtgebiet involviert. Dank zahlreicher Hinweise von Mülheimer Bürgern und den Erfahrungen der sechs Gruppenmitglieder erwischen sie Müllsünder, beraten sie und fordern sie auf, ihren Abfall richtig zu entsorgen.

Zu den insgesamt 800 wilden Müllkippen kommen noch mal so viele Fundorte hinzu, die keine Anhaltspunkte für die Einsatzgruppe liefern, um die Müllsünder zu beraten oder durch eine Verletzung des Ordnungsrechts weiter zu verfolgen: Das ist der Fall, wenn kein Zeuge und kein Gruppenmitglied den Moment der Ablage sieht oder keine persönlichen Daten auf den Verursacher hinweisen. Wenn sie Hinweise auf den Verursacher finden, statten sie dem Abfallsünder einen Besuch ab. Um die Trefferquote zu erhöhen, observieren sie regelmäßig beliebte Orte der Müllsünder.

Rund-um-die-Uhr-Einsätze und 48-Stunden-Observationen zeigen ihre Wirkung: Die Teams führen unzählige Beratungen durch und wilder Müll wird schneller gefunden und entsorgt. Trotz nicht so weitreichender Befugnisse, wie sie etwa Mitarbeiter des Ordnungsamts oder der Polizei haben, übergibt die MEG in den sieben Monaten bisher rund 35 Fälle an die Stadtverwaltung. Die Anzahl der weitergeleiteten Fälle zeigt die Notwendigkeit der Gruppe – in den Vorjahren wurden keine Fälle übergeben.

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