(Foto: © Elke Brochhagen, Stadt Essen)
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Essen. Das heftige Hochwasser im Juli hat auch viele Essener Haushalte betroffen, deren Wohnungen und Keller mit Wasser vollgelaufen waren. Die Hochwasserkatastrophe stellte die Menschen vor allem in den Stadtteilen Kupferdreh und Kettwig, aber ich in Überruhr und Werden vor große auch finanzielle Herausforderungen.

Erste Soforthilfen

Im Rahmen einer ersten unbürokratischen finanziellen Soforthilfe hat der Caritasverband für die Stadt Essen bisher 66.500 Euro an 79 Essener Haushalte ausgezahlt. Das Geld war innerhalb weniger Tage auf dem Konto der Betroffenen, so dass direkt Dinge des täglichen Bedarfs wie Kleidung, Hygieneartikel oder Taxifahrten bezahlt werden konnten.

Die Auszahlung der unbürokratischen Soforthilfen endet jetzt im September. Wer sich noch nicht gemeldet hat und vom Hochwasser betroffen war, kann noch bis Ende September einen Antrag stellen. Alle Informationen und das Antragsformular finden Betroffene auf der Webseite des Caritasverbands unter “Aktuelles”: www.caritas-e.de

“Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Soforthilfen die Betroffenen unmittelbar unterstützen und so einen kleinen Beitrag leisten konnten. Mein besonderer Dank gilt den Essenerinnen und Essenern, die unglaublich viel Geld gespendet haben und den Freiwilligen, die direkt vor Ort angepackt haben – das alles zeigt den Zusammenhalt der Menschen und das füreinander Einstehen in dieser Stadt“, so Caritasdirektor Björn Enno Hermans.

Hohe Spendenbereitschaft und Unterstützung durch Freiwillige

Gemeinsam mit der Evangelische Kirche in Essen und der Stadt Essen hatte der Caritasverband zu Spenden aufgerufen. Die Spendenbereitschaft der Essener Bürger*innen war unglaublich hoch: 200.131,01 Euro wurden bisher gespendet. Weitere 60.150 Euro wurden aus Mitteln von Caritas International bereitgestellt. 40.000 Euro kamen von der Aktion Lichtblicke, diese Gelder wurden an Familien mit Kindern ausgezahlt. Viele Freiwillige haben sich gemeldet, um die Betroffenen direkt vor Ort tatkräftig zu unterstützen. Koordiniert wurde dieses Engagement von der Ehrenamt Agentur Essen e.V

Nächste Schritte: Haushaltsbeihilfe und Wiederaufbauhilfe

Das noch vorhandene Geld kann nun von allen Essener Betroffenen als Haushaltsbeihilfe beantragt werden, um beispielsweise Haushaltsgegenstände und -geräte zu beschaffen. Im Gegensatz zu den unbürokratisch ausgezahlten Soforthilfen müssen nun Belege und Rechnungen vorgelegt werde, um die Zusatzunterstützung von bis zu 5.000 Euro pro Haushalt zu erhalten. Die Leistung wird nachrangig zu beispielsweise Versicherungsleistungen bezahlt.

Das Antragsformular für eine Haushaltsbeihilfe finden Betroffene unter “Aktuelles” auf der Webseite: www.caritas-e.de

Als weiterer Schritt sollen dann Hilfen für den Wiederaufbau und zur Beseitigung der Flut?schäden an privatem Wohneigentum eingeleitet werden. Das Geld kann zusätzlich zu den staatlichen Wiederaufbauhilfen beantragt werden. Weitere Informationen hierzu werden zeitnah bekannt gegeben.

Ansprechpartnerin für Betroffene ist:

Sandra Dausend
Tel: 01577 6294490
hilfe@caritas-e.de
Caritasverband für die Stadt Essen e.V.
Hochwasserhilfe
Sekretariat, 5. Etage
Kopstadtplatz 13
45127 Essen

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