Dieter Kosslick (Foto: filmforum Duisburg/Thomas Berns)
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Duisburg. Es sollte ein launiger Abend werden, zu dem Dieter Kosslick, empfangen von der Dezernentin Astrid Neese und dem Leiter des filmforums Michael Beckmann mit dem Schimanski-Citroen Dellplatz vorfuhr. Nach einer stilechten Begrüßung auf dem eigens ausgerollten roten Teppich las der langjährige Berlinale-Chef und ehemalige Geschäftsführer der Filmstiftung NRW aus seinem Buch „Immer auf dem Teppich bleiben – von magischen Momenten und der Zukunft des Kinos“. Immer wieder ergänzt um spontan erzählte kleine Anekdoten aus den überaus reichhaltigen Erinnerungen aus mittlerweile über 40 Jahren Tätigkeit in der Film- und Kinobranche.

Neben viel Persönlichem nutzte der mittlerweile 73-jährige Kulturmanager in dem von Michael Beckmann moderierten Abend auch die Gelegenheit zu deutlichen Aussagen zur Zukunft des Films und der Kinos und den hierzu notwendigen Veränderungen in den kommenden Jahren: ohne radikales Umdenken und Umsteuern in Richtung eines umfassenden ökologischen Betriebs sieht er die Branche vor größten Schwierigkeiten. Aber auch für ein attraktives Angebot für die jungen Besucherinnen und Besuchern, beispielsweise durch gezielte Schul- und Kindervorstellungen, plädierte Kosslick leidenschaftlich. Die Arbeit des filmforums, für dessen Erweiterung und Neuaufstellung er vor 20 Jahren noch im Rahmen seiner Tätigkeit für die Filmstiftung NRW den Großteil der Finanzierung zur Verfügung stellte, lobte Kosslick ganz ausdrücklich. Ebenso erfreut zeigte er sich über die jüngst erneuerte Verpflichtung der Stadt Duisburg, die Filmwoche, an deren Besuche er sich noch lebhaft erinnerte, auch weiterhin durch ihre Unterstützung abzusichern.

Nach der über zweistündigen Veranstaltung, die nach allgemeiner Meinung viel zu schnell zu Ende war, nahm sich Dieter Kosslick noch die Zeit, beim Signieren der Bücher mit den Gästen ins Gespräch zu kommen.

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