Mit der Drehleiter wurden am Samstagmorgen 14 Menschen aus dem brennenden Haus gerettet (Foto: Feuerwehr Grevenbroich)
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Grevenbroich. Eine zunächst unklare Rauchentwicklung löste am Samstagmorgen einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst in der Grevenbroicher Innenstadt aus. Gegen 3.35 Uhr wurden die Kräfte der Grevenbroicher Wehr zur Kölner Straße alarmiert. Aus einem Keller drang Rauch. Beim Eintreffen der Wehr konnte die Meldung bestätigt werden. In einem Keller eines Wohn- und Geschäftshauses standen Mülltonnen und Unrat in Flammen. Durch das verrauchte Treppenhaus war der Fluchtweg versperrt. Insgesamt 17 Bewohner mussten durch die Feuerwehr gerettet werden.

Beim Eintreffen der hauptamtlichen Kräfte standen bereits die ersten Personen an den Fenstern des Hauses in der Fußgängerzone. Ein Trupp unter Atemschutz schloss daraufhin die Tür zum Keller und stand vor der Tür in Bereitstellung. Das Treppenhaus wurde anschließend mit einem Überdrucklüfter belüftet. “So konnten wir drei Personen durch das rauchfreie Treppenhaus retten. 14 weitere Personen wurden mit der Drehleiter aus den Wohnungen geholt”, schildert Einsatzleiter Heiko Ratz. Um die Drehleiter an allen Fenstern einsetzen zu können, musste unter anderem ein Drahtseil der Weihnachtsbeleuchtung gekappt werden.

Drei Trupps gingen anschließend zur Brandbekämpfung vor. Der Rettungsdienst sichtete die betroffenen Personen. “Aufgrund der hohen Anzahl der Betroffenen wurde das Alarmstichwort Massenanfall an Verletzten Stufe 1 ausgelöst”, erklärt Ratz. Insgesamt sechs Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Leitende Notarzt eilten zur Einsatzstelle. Nach ausführlicher Begutachtung der betroffenen Personen wurde festgestellt, dass niemand eine Behandlung im Krankenhaus benötigte.

Gegen 6 Uhr konnte die Feuerwehr den Einsatz beenden. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten zurück in ihre Wohnungen. Aufgrund der Beschädigungen im Keller musste der Strom im Gebäude abgestellt werden. Im Einsatz waren neben dem Rettungsdienst knapp 40 Einsatzkräfte der hauptamtlichen Wache und den ehrenamtlichen Einheiten aus Stadtmitte, Wevelinghoven, Gustorf/Gindorf, Frimmersdorf/Neurath und Hemmerden. Ein Teil der Kräfte stellte während des Einsatzes den Grundschutz für das Stadtgebiet auf der Hauptwache sicher.

Das Brandobjekt an der Kölner Straße war einigen Einsatzkräften bereits bekannt. Bereits Anfang August hatte es in dem Keller gebrannt. Damals mussten neun Personen von der Feuerwehr gerettet werden. (ots)

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