Andreas Pellens (rechts) übernimmt den Vorsitz der Tarifkommission im Landesverband Gartenbau von Thomas Becker (links) (Foto: Pellens Hortensien®)
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Geldern. Der Gelderner Gärtnermeister Andreas Pellens übernimmt zum 1. Oktober den Vorsitz der Tarifkommission im Landesverband Gartenbau NRW. Die Kommission ist zuständig für die Aushandlung der Tarifverträge für Gärtnerinnen und Gärtner in ganz Nordrhein-Westfalen und ist der größte Arbeitgeberverband im Gartenbau Deutschlands. Die Position ist ehrenamtlich. Sein Vorgänger Thomas Becker aus Lengerich wird sich weiterhin auf Bundesebene als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der gärtnerischen Arbeitgeberverbände einsetzen.

Andreas Pellens führt den Gartenbaubetrieb Pellens Hortensien in dritter Generation und ist bereits seit 2019 als Arbeitgebervertreter Mitglied der Tarifkommission. Zu seinem Engagement in der Kommission sagte der 45jährige: „Der Gartenbau ist ein zukunftsträchtiger, interessanter und auch lohnender Beruf. Es ist wichtig, dass dies für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer so bleibt. Wir müssen die wirtschaftliche Situation der Betriebe im Blick haben genauso wie die der Mitarbeiter. Eine große Herausforderung für unsere Branche wird dabei in Zukunft das Thema Mindestlohn. Es betrifft uns stark, da der Gartenbau viele Saisonkräfte benötigt. Steigt der Mindestlohn, wirkt sich das Anteilig daher immer sehr gravierend auf die Produktionskosten aus. Gute Mitarbeiter sind die wichtigsten Personen im Unternehmen, zugleich müssen die Produktpreise auch die Kosten decken können. Es gilt zudem, die Löhne aller Beschäftigten attraktiv zu gestalten. Ich wünsche mir für meine Arbeit in der Kommission, dass wir hier eine gesunde Balance finden.“

Mit Blumen verabschiedete Christin Haack, Verbandsdirektorin des Landesverbandes Gartenbau NRW, den scheidenden Thomas Becker und beglückwünschte Andreas Pellens zu seiner Wahl. „Wir freuen uns sehr, dass Andreas Pellens sich bereit erklärt hat, den Vorsitz zu übernehmen“, sagte sie abschließend mit Blick darauf, dass ein Ehrenamt zu übernehmen keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

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