v.l. Christof Schidlovski und Jörn Rademacher – beide Geschäftsführer ENNI Solar GmbH, Bürgermeister Thomas Görtz (Foto: Norbert Prümen)
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Xanten. Enni startet am alten NIKE-Standort den Bau eines Solarparks in Xanten

Entwickler regenerativer Erzeugungsanlagen benötigen bundesweit einen langen Atem – auch die der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (Enni). Nach dreijähriger Planungs- und Genehmigungsphase wird das Unternehmen mit dem Bau eines Solarparks in Xanten nun aber ein weiteres Energiewendeprojekt am Niederrhein umsetzen. Die Stadt genehmigte in dieser Woche den Bauantrag und gab so grünes Licht, dass der Moerser Energieversorger über seine Tochtergesellschaft ENNI Solar auf dem ehemaligen NIKE-Stützpunkt am Urselmannsweg seinen dritten Solarpark am Niederrhein bauen kann. Für den hatte Enni in der Domstadt durch die Politik und von Bürgern von Beginn an Zuspruch erhalten. So ließ es sich Bürgermeister Thomas Görtz bei einer Stippvisite nicht nehmen, gemeinsam mit den Geschäftsführern der ENNI Solar, Christof Schidlovski und Jörn Rademacher, die rund zehnwöchige Bauphase für das Sonnenkraftwerk einzuläuten. „Wir werden hier bis zum Jahresende rund drei Millionen Euro investieren und die Anlage noch im Dezember in Betrieb nehmen“, so Schidlovski. Erfreut zeigte sich daher auch Thomas Görtz. „Es ist für unsere Stadt ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und ein schönes Zeichen, dass der Standort nach den gescheiterten Plänen für ein Bioenergiezentrum nun doch noch Heimat eines großen regenerativen Erzeugungsprojektes wird.“

Nachdem Bürgermeister Görtz bereits 2018 bei einem Gespräch mit Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer die Fläche am Urselmannsweg ins Spiel gebracht hatte, arbeitete Enni an der Idee, in der Domstadt einen der bislang größten Solarparks am Niederrhein zu realisieren. Wie bei ihren gut zwei Dutzend weiteren regenerativen Erzeugungsprojekten habe Enni laut Christof Schidlovski dabei auch hier mit knapp einem Dutzend Gutachten, etwa zum Denkmal- und Artenschutz, zahlreiche Hürden nehmen müssen. Eile ist nun geboten, da die Anlage noch 2021 an das Stromnetz angeschlossen sein muss, um die durch die Bundesnetzagentur genehmigte Förderung als eines der wirtschaftlichsten Projekte in Deutschland zu erhalten. Mit dem Ende der artenschutzrechtlichen Schonzeit wird der durch Enni beauftragte Anlagenbauer STEAG Solar Energy Solutions nun loslegen. „Auf rund einem Drittel der 12 Hektar großen Fläche werden dessen Experten zunächst rund 3.000 Pfosten in die Erde rammen, um so die Ständer für die rund 11.000 Module installieren zu können“, beschreibt der technische ENNI-Solar-Geschäftsführer Jörn Rademacher die nächsten Schritte. „Mit seiner Leistung von 4,35 MWp können wir hier zukünftig jährlich rund vier Millionen Kilowattstunden für etwa 1.200 Haushalte produzieren, vollkommen emissionsfrei.”

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