Dang Qiu und Anton Källberg (Fotos: Borussia Düsseldorf e.V.)
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Düsseldorf. Deutschland ist Europameister, Schweden wird Dritter. Ein herausragendes Ergebnis bei der Team-EM im rumänischen Cluj-Napoca für die beiden Borussia-Profis Dang Qiu und Anton Källberg. Dennoch kehren sie mit unterschiedlichen Gefühlen nach Düsseldorf zurück. Während Qiu bei seiner zweiten Teilnahme an einer Europameisterschaft zum zweiten Mal Gold gewann, waren die mit großen Hoffnungen gestarteten Schweden um Källberg im Halbfinale gegen Russland ausgeschieden und hatten dadurch das anvisierte Finale verpasst.

Das Endspiel zwischen Deutschland und Russland wurde ein spannendes und intensives Duell zweier gleichwertiger Mannschaften. Auf der einen Seite der Titelverteidiger, bei dem zwar mit Borussia Düsseldorfs Timo Boll und Orenburgs Dimitrij Ovtcharov die beiden Topspieler fehlten, doch mit Patrick Franziska und Benedikt Duda zwei erfahrene Akteure und mit Dang Qiu ein arrivierter Bundesligaspieler am Tisch standen, auf der anderen Seite ein russisches Team, das mit den drei Bundesliga-Youngstern Maksim Grebnev (19), Lev Katsman (20) und Vladimir Sidorenko (19) antrat.

Die jungen Russen boten Paroli, drei Matches wurden erst im fünften Satz entschieden, zwei davon sogar erst in der Verlängerung. Einzig Dang Qiu war es gelungen, beim Spielstand von 1:1 seine Partie gegen Sidorenko mit 3:1 zu gewinnen. Den Sieg und damit den Europameistertitel perfekt machte Patrick Franziska mit einem Erfolg über Grebnev. Durch das 3:1 holten die deutschen Herren Gold und vollendeten den deutschen Tag, nachdem zuvor bereits die Damen-Mannschaft triumphiert hatte.

Bei seiner Premiere bei einer Team-EM feierte Dang Qiu einen überaus erfolgreichen Einstand und hatte mit fünf Siegen bei fünf Einsätzen großen Anteil am Titelgewinn.

Anton Källberg hatte mit Schweden zunächst souverän die Gruppe und anschließend auch das Viertelfinale gewonnen, doch gegen Russland überraschend das Halbfinale mit 0:3 verloren. Nach Platz drei bei der EM in 2019 gelang den Skandinaviern nun erneut der Sprung auf das Podest.

Im Überblick:

Finale

Deutschland – Russland 3:1

Benedikt Duda – Maksim Grebnev 2:3 (11:3, 11:4, 7:11, 8:11, 10:12)

Patrick Franziska – Lev Katsman 3:2 (7:11, 11:4, 11:13, 11:6, 11:6)

Dang Qiu – Vladimir Sidorenko 3:1 (9:11, 11:6, 12:10, 11:8)

Franziska – Grebnev 3:2 (13:11, 11:5, 9:11, 4:11, 15:13)

 

Halbfinale

Deutschland – Dänemark 3:0

Schweden – Russland 0:3

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