Gelungen und gut besucht: Die Premiere der Berufsbildungsmesse im LWL Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen (Foto: Jürgen Theobald/UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)
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Hattingen/Ennepe-Ruhr-Kreis. Zweiter Schauplatz, ähnliche Erfahrungen. Zum einen lässt das neue Konzept für die Berufsbildungsmesse Zukunft-EN die Gespräche zwischen Schülern und Unternehmen in einer deutlich ruhigeren Atmosphäre stattfinden. Zum anderen ist die Pflicht, vorab Termine zu buchen und die Messe sowie die Unternehmen damit deutlich gezielter zu besuchen, gleichbeutend mit besseren Gesprächen. Was bereits in Ennepetal zu beobachten war, hat sich nun auch in Hattingen bestätigt.

Am Freitag war das LWL Industriemuseum Henrichshütte erstmals Schauplatz der Ausbildungsmesse, die der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr im Auftrag des Ennepe-Ruhr-Kreises organisiert wird. Insgesamt nutzten 25 Unternehmen und Dienstleister die Premiere, um sich und ihre Angebote für den Einstieg ins Berufsleben vorzustellen.

„Gutes kann immer noch besser werden. Zwei Messeangebote – eins im Süd- und eins im Nordkreis – waren nicht nur mit Blick auf Corona eine gute Entscheidung. Diese Aufteilung sowie das Gesamtkonzept mit etwas mehr Ruhe und Geplantheit hat für mich durchaus Zukunftspotential“, lautete nach dem Besuch beider Veranstaltungen eine erste Einschätzung von Landrat Olaf Schade.

Zielgruppe des Angebotes waren wie gewohnt Schüler der Abschlussklassen. In diesem Jahr hatten die Organisatoren 27 Haupt-, Gesamt-, Real- und Förderschulen, Gymnasien und Berufskollegs angesprochen. Ebenfalls eingeladen, sich informieren, waren Jugendliche, die aktuell auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.

Von den in Hattingen möglichen 400 Terminen waren am Ende mehr als die Hälfte an die Fachkräfte von morgen vergeben. Jeder Besucher hatte vor Ort zudem die Chance, spontan freie Termine für weitere Kontaktaufnahmen mit Unternehmen zu nutzen. Da diese Möglichkeit von vielen genutzt wurde, ziehen die Organisatoren  auch in der Summe mit der Messe in Ennepetal ein positives Fazit.

„Der größte Gewinn“, so Katja Kamlage von der EN-Agentur, „war aber ohne Frage der wieder mögliche direkte Kontakt und Austausch aller Beteiligten. Unser umfangreiches Coronakonzept, das unter anderem klare Hygienevorgaben enthielt, die 1G Regel festgeschrieben hatte und Testangebote vor der Tür bereithielt, hat sich bewährt.“

Wie immer in den Vorjahren hat auch die Agentur für Arbeit Hagen die Veranstaltungen auch in diesem Jahr gefördert.  Zum Kreis der Unterstützer zählten zudem ebenfalls zum wiederholten Mal die AVU, die VER und die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet. Neu dazugekommen waren die IHK Mittleres Ruhrgebiet und das LWL Industriemuseum Henrichshütte als Gastgeber.

Für diesen stellte Museumsleiter Robert Laube zufrieden fest: „Schön, dass wir einen Beitrag leisten konnten, damit jungen Menschen ein guter Start ins Berufsleben möglich wird. Gestern, heute und morgen gilt schließlich: Ein Job, der Spaß macht und zu einem passt, ist wichtig für eine erfolgreiche berufliche und private Zukunft.“

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