Zwei Ehrungen und eine neue Obermeisterin – viel zu feiern gab’s bei der Friseur-Innung Krefeld. Auf dem Foto von links: die neue Obermeisterin Birgit Piombino-Hochbruck, Gerd Peschges, die bisherige Obermeisterin Ursula Kühlen, Liesel und Richard Irskens, Hauptgeschäftsführer Marc Peters (Kreishandwerkerschaft) (Foto: Kreishandwerkerschaft)
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Krefeld. Ausgezeichnete Meister: Richard Irskens und Gerd Peschges

Zwei bekannte Krefelder Friseurmeister wurden während der Mitgliederversammlung der Friseur-Innung Krefeld ausgezeichnet: Die bisherige Obermeisterin Ursula Kühlen und Marc Peters, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, überreichten Richard Irskens (73) den Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Düsseldorf und Gerd Peschges (66) die Ehrenurkunde zum 40-jährigen Betriebsbestehen.

Seine Meisterprüfung bestand Richard Irskens mit Auszeichnung. Das war 1969 in Duisburg, vor mehr als 50 Jahren also – wegen Corona erhielt er seinen Goldenen Meisterbrief verspätet. Die dreijährige Ausbildung begann Richard Irskens bereits mit knapp 14 Jahren bei seinem Vater Albrecht, der den Salon vor über 80 Jahren an der Krefelder Straße in Krefeld-Hüls gegründet hat. Nach dem Abschluss arbeitete er hier als Geselle weiter, bis er sich 1969 zur Meisterschule anmeldete.

In den 70er Jahren übernahm er den Salon, benannte ihn um in „Haare & Kosmetik Irskens“ und vergrößerte ihn um das Dreifache. „In der Glanzzeit hatten wir 27 Mitarbeiter, aktuell sind es neun“, sagt Irskens. „Wegen der Größe unseres Salons – wir haben 19 Plätze – waren die Corona-Einschränkungen und Abstandsregeln kein Problem.“ Auch mit 73 Jahren ist Irskens jeden Tag im Salon. „Ich bin Friseur aus Leidenschaft und mache das, solange es geht“, erklärt er. Unterstützt wird das Team durch seine Frau Liesel, die die Anmeldungen entgegennimmt und sich um die Kasse kümmert. Richard Irskens war auch im Ehrenamt engagiert: Über 20 Jahre war er im Innungsvorstand aktiv. Und in seinem Beruf hat er immer sehr viel Wert auf Qualifizierung gelegt. Ein Seminar führte ihn sogar nach London. „Ohne Weiterbildung geht es nicht“, sagt er.

Gerd Peschges, der für das 40-jährige Betriebsbestehen auch mit „Corona-Verspätung“ geehrt wurde, absolvierte seine Meisterprüfung 1977 in Duisburg. 1980 gründete er in der Krefelder Innenstadt seinen Salon – und zwar dort, wo sein Vater Hans Peschges seinen Betrieb gehabt hatte. Dieser Salon war 1949 gegründet und später abgemeldet worden. 1993 zog Gerd Peschges mit seinem Salon zur Moerser Landstraße in Krefeld-Traar. „Wir hatten zeitweise acht Mitarbeiter“, sagt er. Zurzeit arbeitet er zusammen mit seiner Frau Annelie im Salon, „weil wir Ende des Jahres aufhören und es bereits langsam ausklingen lassen“. Die Kunden kommen aus Traar und Verberg, auch einige Stammkunden von früher schauen immer wieder vorbei.

Gerd Peschges ist ebenfalls ehrenamtlich in der Innung engagiert, als Lehrlingswart und Leiter der Prüfungskommission. Bereits seit 1984 arbeitet er im Innungsvorstand mit und bekleidete auch das Amt des stellvertretenden Obermeisters. Zur Corona-Pandemie sagt er: „Mit Zunahme der Impfquote und der Lockerungen sind unsere Probleme kleiner geworden. Grundsätzlich hätte ich mir aber mehr Unterstützung, auch finanzieller Art, gewünscht.“

Die Urkunden-Übergabe war, wie seit längerem angekündigt, eine der letzten Amtshandlungen von Ursula Kühlen, die seit 2009 Obermeisterin war, nachdem sie sich zuvor bereits 20 Jahre als Vorstandsmitglied und stellvertretende Obermeisterin engagiert hatte. Bei der Innungsversammlung wurde ihre bisherige Stellvertreterin Birgit Piombino-Hochbruck zur neuen Obermeisterin gewählt.

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