Historische Aufnahme des Bahnhofs Empel (Foto: Stadtarchiv Rees)
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Rees. Abgeschnitten vom Weltverkehr: Buchvorstellung am 3. November in Empel

Am Mittwoch, 3. November, stellt Heribert Lülf das Buch „Abgeschnitten vom Weltverkehr – die Geschichte der Bahnstrecke Empel-Bocholt-Borken-Coesfeld Münster“ vor. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Gaststätte Meyboom, Empeler Str. 46 in Empel. Heribert Lülf wohnt in Voerde und hat im vergangenen Jahr zusammen mit Heinz Peirick und Richard Vespermann das Buch über die Bahnstrecke von Empel-Rees nach Münster veröffentlicht. Bereits 1961 wurde auf dem Streckenabschnitt zwischen Empel und Isselburg der Personenverkehr eingestellt. „Dies führte offenbar dazu, dass die Strecke heute am Niederrhein weitgehend in Vergessenheit geraten ist“, vermutet Thomas Dierkes, Leiter der Reeser Stadtbücherei, der die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Millingen-Empel organisiert.

Für das Buch hat Heribert Lülf auch im Stadtarchiv Rees über die Geschichte der Bahnstrecke recherchiert. Die Strecke war nach langen Planungen bereits im Jahr 1900 eröffnet worden. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Nebenbahn gegen den stetig zunehmenden PKW- und LKW-Verkehr keine Chance. 1974 wurde der Abschnitt zwischen Isselburg und Coesfeld stillgelegt und die Gleise wurden rückgebaut. Damit ist heute nur noch ein Teilstück, die sogenannte Baumbergebahn zwischen Coesfeld und Münster, in Betrieb. Auf diesem Streckenabschnitt erlebt die Eisenbahn aber eine Renaissance. Die Personenzüge fahren im Halbstunden-Takt und sogar über eine Elektrifizierung wird diskutiert. Auch ein Wiederaufbau der Strecke von Bocholt ist im Gespräch. „In Empel wird Heribert Lülf in Wort und Bild ein Stück wechselvoller Eisenbahngeschichte lebendig machen“, freuen sich Monika Michelbrink-Roth, Vorsitzende des Heimatvereins Millingen-Empel, und Büchereileiter Dierkes. Die Buchvorstellung findet in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Empel-Rees und damit quasi vor Ort statt. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist kostenlos, es gelten aber die 3-G-Regeln, d.h. die Teilnehmer müssen einen Nachweis über eine Corona-Impfung, -Genesung oder einen negativen Schnelltest vorweisen können.

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