Kulturdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe (l.) und Karl-Heinz Dargel, Vorsitzender des Kulturausschusses, überreichten den drei Erstplatzierten ihre Urkunden: Bernd Kallenbach (2.v.l., Kleingärtnerverein Brinkfortsheide), Klaus Mohr (mitte) und Peter Weiler (2.v.r., Volksbad Marl) (Foto: Stadt Marl / R. Deinl)
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Marl. Preisträger des Heimatpreises in einer Feierstunde geehrt – Kulturdezernentin wertschätzt ehrenamtliche Arbeit – Preisgelder kommen Vereins-Projekten zugute

Die Stadt Marl hat auch in diesem Jahr den mit 5.000 Euro dotierten Heimatpreis für herausragendes heimatgeschichtliches Engagement verliehen. Der Kleingärtnerverein Brinkfortsheide, Lokalhistoriker Klaus Mohr und der Verein Volksbad Marl schafften es auf das Siegertreppchen. Die Preisträger für das Jahr 2020 wurden bereits im Januar bekannt gegeben. Wegen Corona konnte die offizielle Feierstunde erst jetzt stattfinden.

Rund 30 Gäste waren am Freitag (29.10.) in die Kleingartenanlage an der Brinkfortsheide eingeladen, um den drei Erstplatzierten ganz offiziell zu ihren besonderen Leistungen zu gratulieren. „Sie alle haben wertvolle Beiträge zur Bewahrung und Stärkung der lokalen Identität geleistet“, würdigte Kulturdezernentin Claudia Schwidrik-Grebe das bürgerschaftliche Engagement der Preisträger. „Marl hat zahlreiche Vereine und Personen, die sich um die Brauchtumspflege verdient machen. Es ist schön zu sehen, wie groß diese Vielfalt ist. Mit dem Heimatpreis sollen vor allem das Verbindende, die Gemeinschaft und der gesellschaftliche Zusammenhalt in den Mittelpunkt gestellt werden“.

Die Kleingärtnerinnen und Kleingärtner der Brinkforstheide haben ihre 2.500 Euro bereits gut angelegt und ein kreatives Bergbau-Projekt auf die Beine gestellt. Acht Stromkästen sollen in der Gartenlaube mit sehenswerten Fotomotiven unter und über Tage gestaltet, erläuternde Texte dazu verfasst und die Fassadenwand des Vereinsheims mit einem stilisierten Förderturm verschönert werden. Der unabhängigen Jury habe insbesondere „die Pflege des heimat-, traditions- und naturverbundenen kulturellen Erbes der Kleingartenvereine“ beeindruckt.

Der Marler Klaus Mohr nutzt das Preisgeld von 1.500 Euro für sein neues Buchprojekt zur Geschichte des „Hauses Loe und der Judith von Loe“. Außerdem will der Lokalhistoriker seine Publikation über die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger neu auflegen. Der Verein Volksbad Marl erhält 1.000 Euro. Mit dem Geld soll etwa der Schwimmsport für Schülerinnen und Schüler sowie für die Marler Wassersportvereine ansprechender gestaltet werden. Die Ehrenamtlichen des Vereins beteiligen sich zudem regelmäßig an heimat- und brauchtumsorientierten Veranstaltungen wie etwa dem Volksparkfest und Mühlentag.

Der Marler Heimatpreis wurde zum zweiten Mal verliehen. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Fördertopf „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ des Landes NRW. Die Stadt Marl würdigt mit dem Preis das Engagement der ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger, die ihre Heimat vorbildlich gestalten sowie Stadtgeschichte und kulturelles Erbe sichtbar machen. Die Feierstunde fand unter der 3G-Regel statt. Für das musikalische Programm sorgte das junge Blasorchester Marl, das 2019 neben dem Heimatverein Marl und dem Heimatverein Polsum mit dem ersten Marler Heimatpreis ausgezeichnet wurde.

Die Stadt Marl beabsichtigt, den Preis – vorbehaltlich der jeweiligen Bewilligung von Fördermitteln – jährlich bis zum Ende der Landesförderung in 2022 auszuloben.

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