Timo Spors (Foto: privat)
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Mülheim an der Ruhr. CDU und Grüne begrüßen die drei Mobilitätsstationen, an denen unterschiedliche Angebote des Umweltverbundes gebündelt werden

Die Fraktionen von Bündnis 90/ Die Grünen und der CDU sind froh, dass endlich auch in Mülheim die ersten drei Mobilitätsstationen eingerichtet werden. Mobilstationen bündeln unterschiedliche Angebote des Umweltverbundes: An der ÖPNV-Haltestelle stehen Leihräder, der E-Scooter und ein Fahrzeug der Car-Sharing-Flotte bereit. Indem sie unterschiedliche Angebote zusammenfassen und vielfältige Alternativen für die Fahrt mit dem eigenen Auto bieten, sind sie wichtige Elemente der Verkehrswende und erleichtern das klimagerechte Umsatteln. „Ich freue mich, dass unser Einsatz im Aufsichtsrat der Ruhrbahn so zügig erste Ergebnisse für Mülheim zeitigt“, freut sich Siegfried Rauhut, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, der gemeinsam mit Timo Spors, dem Verkehrsexperten der Grünen, Druck gemacht hatte. Anfang des Jahres hatten Rauhut und Spors auch im Mobilitätsausschuss von einem „erheblichen Nachholbedarf“ gesprochen und auf eine Umsetzung der Konzepte gedrungen.

In Essen werden solche Stationen bereits seit 2017 betrieben. Fünf gibt es bereits, weitere befinden sich in Planung. Durch die drei Mobilitätsstationen gewinnt auch das Car-Sharing in Mülheim weiteren Schwung, das mit drei Fahrzeugen an zwei Standorten bislang ein Schattendasein fristet. Laut wissenschaftlicher Studien kann die Bereitstellung eines Fahrzeugs für Car-Sharing 20 Fahrzeuge überflüssig machen. „Wenn wir unser gemeinsames Ziel der Klimaneutralität bis 2035 erreichen wollen, müssen wir im Verkehrssektor liefern. Mobilstationen können hier einen kleinen, aber wichtigen Beitrag leisten. Für einen attraktiven ÖPNV brauchen wir attraktive Haltestellen“, sagt Timo Spors von den Grünen.

Bislang wurden in Mülheim sechs Standorte genauer betrachtet. Eine Analyse hat zu einer Priorisierung von Broicher Mitte, Alte Straße in Saarn und Von-Bock-Straße geführt. „Vorentwürfe wurden bereits erstellt und zwischen Stadtverwaltung und Ruhrbahn abgestimmt“, heißt es dazu in einer Verwaltungsvorlage, über die der Mobilitätsausschuss am 2. Dezember zu entscheiden hat. Weitere Standorte, etwa Sültenfuß in Styrum, sollen folgen. Für die Herstellung der drei Mobilitätspunkte hat die Ruhrbahn 356.000 Euro kalkuliert und rechnet mit einer Förderung von 40 bis 50 Prozent.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr hat die Mobilitätspunkte in Broich und Saarn bereits beschlossen. Im Frühjahr wird beim VRR ein Förderantrag für die Von-Bock-Straße gestellt, wo die Haltestelle barrierefrei ausgebaut werden soll. „Das in der Verwaltungsvorlage erwähnte Gutachten des VRR zu potentiellen Standorten umfasst in Mülheim immerhin 20 Haltestellen. Da gibt es in den nächsten Jahren also noch einiges zu tun“, stellt Axel Hercher fest.

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