Zum Abschluss der Wallfahrtszeit schloss Bischof Felix Gmür (im Vordergrund) aus Basel die Pilgerpforte in Kevelaer (Foto: Bischöfliche Pressestelle/Gottfried Evers)
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Kevelaer. Mit dem Schließen der Pilgerpforte hat Bischof Dr. Felix Gmür aus Basel die Wallfahrtszeit im niederrheinischen Kevelaer beendet. In der Marienbasilika feierte er einen festlichen Gottesdienst und spendete anschließend den Päpstlichen Segen. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie war die Zahl der Gottesdienstbesucher begrenzt, das Pontifikalamt wurde jedoch über Radio, Fernsehen und Internet übertragen.

„Der Himmel steht allen Menschen offen – das ist die großartige Botschaft von Christus an uns“, sagte der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz in seiner Predigt. „Ich muss sagen: Es gibt keine bessere Botschaft für uns Menschen. Christus öffnet allen die Tür in den Himmel“, erklärte Gmür. Zudem seien die Menschen Kinder Gottes. Die „wichtigste Dimension“ dieser Botschaft sei: „Wir gehören zu Gott, wir sind von seinem Geist, von seinem Blut, von seinem Leben und seinem Erbe“. Nichts könne uns von Gott trennen, sagte Gmür.

Die zweite Dimension sei, dass die Menschen abhängig von Gott sind, so wie ein Kind abhängig von seinen Eltern ist. „Aber“, betonte der Bischof, „das ist eine gute Abhängigkeit.“ Gerade in einer Welt, in der man umgeben ist von wissenschaftlichem Fortschritt und in der man immer mehr auf Technik setze sei es wichtig, nicht größenwahnsinnig zu werden: „Ihr hängt ab von Gott, und Gott ist größer“, erklärte Gmür. So sehr der Himmel allen offenstehe und die Menschen Kinder Gottes seien, „so wahr ist es, dass die Kindschaft Gottes bedeutet, nicht übermäßig und großkotzig zu werden“.

Zum Ende des Gottesdienstes ergriff Wallfahrtsrektor Gregor Kauling, der neben Bischof Gmür auch Weihbischof Herman Woorts aus Utrecht in Kevelaer begrüßen konnte, das Wort. Er bedankte sich bei den zahlreichen Menschen, die ehrenamtlich dazu beitragen, dass die Wallfahrt alljährlich gelingen kann – insbesondere auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Es seien, sagte Kauling, ab der zweiten Jahreshälfte wieder deutlich mehr Pilger gekommen, nach seiner Schätzung knapp die Hälfte der Zahl an Pilgern, die vor der Pandemie nach Kevelaer gekommen waren. 20 Bischöfe aus acht Nationen haben in der nun beendeten Wallfahrtszeit den niederrheinischen Marienwallfahrtsort besucht.

Die Pilgerzeit im kommenden Jahr beginnt traditionell am 1. Mai mit der Öffnung der Pilgerpforte. Dazu wird der Bischof von Chur in der Schweiz, Joseph Bonnemain, in Kevelaer erwartet. In einem Jahr, am 1. November 2022, wird der Erzbischof von Bamberg, Dr. Ludwig Schick, die Pforte schließen.

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Zum Abschluss der Wallfahrtszeit schloss Bischof Felix Gmür (im Vordergrund) aus Basel die Pilgerpforte in Kevelaer. (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Gottfried Evers)

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