Simone Raskob, Beigeordnete für Umwelt, Verkehr und Sport, nahm an der Preisverleihung zum Bundeswettbewerb "Klimaaktive Kommune 2021" teil (Foto: Stadt Essen)
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Essen. 25.000 Euro Preisgeld für die Förderung fahrradfreundlicher Arbeitgeber

Essen gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb “Klimaaktive Kommune 2021”. Die Auszeichnung wurde für die Beratung und Begleitung lokaler Unternehmen auf dem Weg zum Siegel “Fahrradfreundlicher Arbeitgeber” vergeben. So sollen Möglichkeiten der Integration des Radfahrens in die betriebliche Mobilität aufgezeigt und gefördert werden. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb “Klimaaktive Kommune” vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

Der Gewinn ist mit 25.000 Euro Preisgeld dotiert, das wieder in Klimaprojekte zu investieren ist. Simone Raskob, Beigeordnete für Umwelt, Verkehr und Sport, freute sich sehr über die Auszeichnung und kündigte bereits an, wie das Preisgeld genutzt werden soll: “Die Grüne Hauptstadt Agentur der Stadt Essen möchte interessierte Essener Unternehmen, Organisationen und Vereine weiter motivieren, noch fahrradfreundlicher zur werden. Bereits zertifizierte Unternehmen erhalten zusätzliche finanzielle Unterstützung, um beispielsweise in interne Kommunikationsmaßnahmen zu investieren. Darüber hinaus gibt es für die nächsten zehn Unternehmen, die sich zertifizieren lassen, einen Bonusbeitrag.”

Arbeitgeber bei der Motivation der Mitarbeiter unterstützen

Auf dem Weg zur Grünen Hauptstadt Europas hat die Stadt Essen das Ziel formuliert, bis 2035 will den Radfverkehrsanteil im Modal Split auf 25 Prozent erhöhen. Damit der Umstieg auf das Rad gut gelingt, unterstützt die Stadt seit 2017 lokale Unternehmen und Organisationen dabei, sich vom Allgemeinen Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) als “Fahrradfreundlicher Arbeitgeber” zertifizieren zu lassen. Hierzu werden Veranstaltungen und Workshops für interessierte Unternehmen organisiert, Netzwerke aufgebaut und als Anreiz zur Zertifizierung auch eine finanzielle Unterstützung der durchzuführenden Maßnahmen angeboten.

Bei der Zertifizierung selbst wird die Fahrradfreundlichkeit in verschiedenen Aktionsfeldern bewertet, die Kriterien für die Vergabe des Siegels sind streng und europaweit einheitlich. Die Benennung eines betrieblichen Radverkehrskoordinators als zentraler Ansprechpartner ist eine Grundvoraussetzung für die Zertifizierung in Gold, Silber oder Bronze. Punkte gibt es außerdem z.B. für ausreichend vorhandene und gut ausgestattete Fahrradstellplätze, Umkleidemöglichkeiten und Duschen, saisonale Fahrrad-Checks oder die Anschaffung von Diensträdern.

Schon 16 Unternehmen sind erfolgreich auf‘s Rad umgestiegen

Angesiedelt ist das Projekt bei der Grüne Hauptstadt Agentur der Stadt Essen, welche die Unternehmen auch finanziell unterstützt. Die Durchführung erfolgt gemeinsam mit dem Kooperationspartner EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH. Seit 2017 wurden mit fachlicher Unterstützung des ADFC mittlerweile insgesamt acht Workshops mit rund 50 teilnehmenden Unternehmen durchgeführt. Damit einher geht auch eine umfangreiche Beratung zum Thema Fahrradfreundlichkeit. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Insgesamt 16 Unternehmen und Organisationen sind bereits zertifiziert, darunter auch die Stadt Essen und die EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH. Damit verbunden sind vielfältige Aktionen und Maßnahmen zur Förderung der Radmobilität in den einzelnen Unternehmen.

Darüber hinaus hat sich ein “Arbeitskreis Fahrradfreundlicher Arbeitgeber in Essen” gebildet. Dort treffen sich regelmäßig mehr als 20 Teilnehmer*innen, deren Arbeitgeber bereitsn zertifiziert sind oder die Zertifizierung anstreben. Die Teilnahme am Zertifizierungsverfahren lohnt sich mehrfach: Mit ihrem Engagement für den Umstieg auf das Fahrrad erhöhen die Arbeitgeber ihre Attraktivität, tragen zur Gesundheit der Mitarbeiter*innen und zur klimafreundlichen Mobilität in der Stadt bei.

Zum Wettbewerb “Klimaaktive Kommune”

Der Wettbewerb “Klimaaktive Kommune” wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. In diesem Jahr wurden insgesamt 81 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Essen hat sich mit dem Projekt “Förderung fahrradfreundlicher Arbeitgeber” in der Kategorie “Klimafreundliche Mobilität” beworben. In dieser Kategorie gab es 16 Bewerbungen, aus denen drei Gewinnerprojekte ausgewählt wurden. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zum ausgezeichneten Projekt gibt es unter www.klimaschutz.de/wettbewerb2021.

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