An den drei Stolpersteinen für Emil Lehmann sowie Marianna und Ruth Johanna Hirsch vor dem Haus auf dem Büchel 5: v.l. SPD-Fraktionsvorsitzender Arno Jansen, Organisator Michael Hohlmann und Vorsitzende Juliana Conti - beide von der SPD Neuss-Stadtmitte (Foto: privat) 
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Neuss. Wichtiges Zeichen gegen das Vergessen  

Jetzt glänzen sie wieder in der Wintersonne: Die über 90 Stolpersteine, die an das Schicksal von entrechteten, deportierten und ermordeten Neusserinnen und Neussern jüdischen Glaubens erinnern.

Rechtzeitig zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November reinigten und polierten auf Initiative der SPD Neuss-Stadtmitte über 40 Bürgerinnen und Bürger am Wochenende vor allem in der Innenstadt, aber auch auf der Furth und in Grimlinghausen alle kleinen quadratischen Erinnerungssteine aus Messing, die bisher vom Kölner Künstler Gunter Demnig unter der Regie des Stadtarchivs verlegt wurden.

„Wir freuen uns, dass so viele unserem Aufruf gefolgt sind und ein aktives Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus gesetzt haben“, erklären die Ortsvereinsvorsitzende Juliana Conti und ihr Stellvertreter Michael Hohlmann als Initiator der Aktion und danken allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich engagiert haben.

Aktiv dabei waren auch die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Hohlmann, SPD-Vorsitzender Sascha Karbowiak und SPD-Fraktionschef Arno Jansen. Übereinstimmend stellen sie fest: „Es ist wichtig, die verwitterten Stolpersteine, die im grauen Pflaster zunächst kaum ins Auge fallen, immer wieder aus dem Schatten und ins Bewusstsein der Menschen zu holen“. Denn jeder Stolperstein erinnert an ein schreckliches persönliches Schicksal, das nicht vergessen werden darf.

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