Kordes-Tetzlaff-Godejohann (Foto: © Barbara Meinhardt)
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Mönchengladbach. Fünf weitere Konzerte bis zum 21. November

Konzerte mit renommierten Jazzmusiker:innen und aufstrebenden Bands bietet das vom JazzClub Mönchengladbach in Zusammenarbeit mit der MGMG und Mönchengladbacher Kirchengemeinden organisierte Festival Jazz in Kirche noch bis zum 21. November. Nach einem grandiosen und vom Publikum gefeierten Auftakt mit drei Konzerten am Wochenende stehen noch fünf Veranstaltungen auf dem Programm.

Post Genre Pop: Firasso

Was passiert, wenn sich ein klassischer Klarinettist, ein Vertreter der neuen Musik am Akkordeon und ein Jazz-Bassist zusammentun? Das Ergebnis heißt Firasso und ist am Mittwoch, 17. November (20 Uhr) in der Brandts-Kapelle (Rudolfstraße 9, 41068 MG) zu erleben. Robert Beck (Klarinette), Marko Kassl (Akkordeon) und Nils Imhorst (Kontrabass) haben in ihrer Post-Genre Group eine erdige, packende Musiksprache entwickelt, die leidenschaftlich, dynamisch und kontrastreich ist. Das Trio präsentiert ausgefeilte Eigenkompositionen und Arrangements, die sich beim musikalischen Vokabular der Tango- und Klezmertradition, der Balkanmusik und der französischen Musette bedienen. Das klingt mal feurig und lodernd, mal erfrischend wie ein Regenguss im Sommer, mal intensiv wie ein starker Ristretto.

Easter Suite: Kordes-Tetzlaff-Godejohann

Der legendäre Jazzpianist Oscar Peterson komponierte die „Easter Suite“ 1984 im Auftrag der BBC. Es entstand eine zutiefst berührende Jazz-Trio-Version der Passionsgeschichte, in welcher das Sujet aufs Feinsinnigste musikalisch umgesetzt wurde. Dabei birgt die Komposition selbst schon eine theologische Interpretation, stellt sie doch die Versöhnung und Vergebung programmatisch ins Zentrum der neun kurzen Sätze.

Dem Bielefelder Jazztrio Kordes-Tetzlaff-Godejohann kommt das große Verdienst zu, dem in Vergessenheit geratenen Werk Petersons nach Jahrzehnten wieder den Weg aufs Podium geebnet zu haben. Olaf Kordes (Piano), Wolfgang Tetzlaff (Kontrabass) und Karl Godejohann (Schlagzeug) werden die Easter Suite am Freitag, 19. November (20 Uhr) in der Evangelischen Hauptkirche Rheydt (Hauptstraße 90, 41236 MG) spielen. “Perfekt abgestimmtes und sensibel agierendes Triospiel, enorme Klangfülle, faszinierendes Spiel auf dem Flügel”, urteilt das renommierte Jazzpodium über das Trio. Die Zuhörer:innen dürfen sich also auf ein außergewöhnliches Konzerterlebnis freuen.

Jazz Talents: Nachwuchsmusiker aus der Region

In der Konzertreihe „Musik zur Marktzeit“, die immer samstags und 12 Uhr in der Citykirche Alter Markt (Kirchplatz 14, 41061 MG) läuft, präsentiert der JazzClub MG am Samstag, 20. November wieder Nachwuchsmusiker:innen aus Mönchengladbach und der Region. Der Eintritt ist frei.

Grenzen überwinden: Hugo Read + Band

Hugo Read zählt seit langem schon zu den auffälligsten Musikern der deutschen Szene, der gleichermaßen als Saxophonist wie auch als Komponist durch individuelle Verschmelzung neuer Musik-Stile einen unverkennbaren, eigenen Stil entwickelt hat in dem sich neuer Jazz, Elemente der E-Musik, rhythmische Energie, akustische Basis und elektronische Beigaben zu einer eigengeprägten Klangwelt verbinden.

Read, der als Professor an der Folkwang Hochschule in Essen tätig ist und sich als typischer Vertreter der neuen europäischen Jazz-Generation versteht, will die Grenzen zwischen Neuer Musik und Jazz überwinden. Am Samstag, 20. November (20 Uhr) ist er im Trostraum der Grabeskirche St. Josef (Keplerstraße 75, 41236 MG) mit seiner Band (Thomas Rückert – Piano, Conrad Noll – Kontrabass/Cello, Ramesh Shotham –Percussion) zu hören.

Imaginärer Freund: Hans Anselm Quintett

Das Abschlusskonzert des Festivals bestreitet am 21. November (17 Uhr) das Hans Anselm Quintett aus Berlin in der Friedenskirche (Margaretenstraße 20, 41061 MG). Das gefeierte Berliner Quintett (Gabriel Rosenbach – Trompete, Benedikt Schnitzler – Gitarre, Anna Wohlfarth – Klavier, Arne Imig – Bass, Johannes Metzger – Schlagzeug) das gesamte Spektrum musikalischen Ausdrucks. Mal ist es laut und intensiv, mal leise, zart, und fast zerbrechlich. Die Musiker:innen versuchen Emotionen in all ihrer Komplexität musikalisch abzubilden und sich dabei auch vom Bedürfnis nach individueller Virtuosität zu lösen. Vielmehr geht es darum, als Kollektiv eine Geschichte zu erzählen.

Tickets , Preise, Coronaregeln:

Konzerttickets sind für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) in den Vorverkaufsstellen und bei adticket oder reservix erhältlich. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der anfallenden Vorverkaufsgebühren. Ticket-Link: https://www.adticket.de/Jazz-in-der-Kirche-Monchengladbach.html

Resttickets werden an der Abendkasse angeboten. Der Eintritt zur „Musik zur Marktzeit“ ist frei.

Die Konzerte finden nach der aktuell geltenden Cornaschutzverordnung NRW unter 3G-Bedingungen statt: Zutritt haben Personen, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Ein entsprechender Nachweis muss am Eingang vorgelegt werden. In den Kirchenräumen besteht Maskenpflicht.

Jazz in der Kirche wird vom Kulturbüro der Stadt Mönchengladbach, der Marketing Gesellschaft Mönchengladbach., dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadtsparkasse Mönchengladbach, der NEW AG und der Falkenreck Stiftung gefördert.

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