(Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis)
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Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Kreisverwaltung bittet Straßenverkehrsteilnehmer im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis am Samstag, 20. November, ganz besondere Vorsicht walten zu lassen. Anlass ist eine für diesen Tag angekündigte Jagd auf Wildschweine, Reh- und Muffelwild.

Die Drückjagd findet zwischen 10 und 13 Uhr zeitgleich in Teilen von Breckerfeld, Ennepetal und Schwelm statt. In diesem Zeitraum wird der Behlinger Weg zwischen Behlingen und der Einmündung L 699 in Ennepetal-Oberauer gesperrt. Das Gleiche gilt im Ortsteil Rüggeberg in Höhe des Ortsausgangs für die Durchfahrt zur L 699 und in Gegenrichtung die Durchfahrt nach Rüggeberg.

Außerdem gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde in Breckerfeld auf der L 701 im Bereich Steherberg bis Delle. Da nicht auszuschließen ist, dass aufgescheuchte Tiere den Straßenverkehr gefährden, sollten Verkehrsteilnehmer im Interesse der eigenen Sicherheit auch an anderen Stellen in den drei Städten nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde fahren.

Die Untere Jagdbehörde rät davon ab, am Samstag in den Waldgebieten spazieren zu gehen oder Fahrrad zu fahren. Hundehalter werden gebeten, ihre Vierbeiner strikt an der Leine zu führen, da nicht auszuschließen ist, dass diese in das Jagdgeschehen geraten. Auch Weidetiere sollten möglichst rechtzeitig reingeholt werden, damit sie durch Knallgeräusche und Hundegebell nicht verängstigt werden.

Anlass für die Jagd sind vor allem stark gewachsene Wildbestände. Milde Winter, ein sehr gutes Nahrungsangebot und die Tatsache, dass die Bachen mittlerweile oft ein zweites Mal im Jahr „rauschig“ werden, haben zu großen Wildschweinpopulationen geführt. Hohe Bestände begünstigen die Verbreitung von Infektionen, insbesondere der hoch ansteckenden Afrikanischen Schweinepest.

Zu hohe Muffel- und Rehwildbestände führen außerdem zu enormen Schäden an Jungpflanzen und gefährden damit die Wiederbewaldung und Anpassung der von Dürren und Borkenkäfern stark beschädigten Waldflächen.

Im Visier haben die Teilnehmer der Jagd vor allem Jungtiere, die im nächsten Jahr geschlechtsreif werden und so zu einer weiteren Steigerung der Population beitragen können.

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