Mitglieder des Jedermann-Chors und Mitarbeitende der Behindertenhilfe überreichten den Spenden-Scheck (Foto: © St. Augustinus Gruppe)
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Neuss/Sinzig. „Echte Fründe ston zesamme”

Ein musikalischer Gruß und ein dringend benötigter Geldsegen nach der Flutkatastrophe im Sommer: Die Behindertenhilfe der St. Augustinus Gruppe konnte jetzt Flutopfern der Lebenshilfe in Sinzig insgesamt 3.730 Euro an Spendengeldern überreichen. Zur Übergabe des Spenden-Schecks reisten fünf Sängerinnen und Sänger des Jedermann-Chors, einem Zusammenschluss von Menschen mit und ohne Behinderung, nach Sinzig. Begleitet wurden sie von Karl-Heinrich Bertelmann-Ginster, Einrichtungsleitung Tagesstruktur und Netzwerke der Behindertenhilfe.

“Das Spendengeld haben wir in den vergangenen Monaten durch viele verschiedene Spendenaktionen sammeln können“, erklärt Bertelmann-Ginster die stattliche Summe. „Der Jedermann-Chor hat zum Beispiel ein Benefizkonzert vor dem Neusser Rathaus gegeben, dort haben wir dann die Spendendose rumgehen lassen. Allein dabei ist die Rekordsumme von tausend Euro zusammengekommen.“ Passenderweise wurde auch bei der Spendenübergabe in Sinzig gesungen: Es gab Songs von den Höhnern und traditionelle Lieder aus Afrika. „Hier in Neuss hatten wir außerdem Spendendosen in den Cafés der Netzwerke aufgestellt und Spenden mit einem selbstgebackenen Keks belohnt. Dazu kamen einige Spenden von Mitarbeitenden der St. Augustinus Gruppe“, so Bertelmann-Ginster.

Die Spende wurde in Sinzig von zwei Bewohnern, einer Mitarbeiterin und dem Vorsitzenden der Lebenshilfe, Ulrich van Bebber, entgegengenommen. „Die Situation ist katastrophal, für unsere Bewohner und unsere Mitarbeitenden“, sagte van Bebber. „Nicht wenige mussten sogar in andere, weit entfernte Einrichtungen umziehen, diese Menschen haben praktisch ihr Zuhause verloren.“ Trotz der nach wie vor schwierigen Situation gab es nach der musikalischen Begrüßung für die Gäste aus Neuss zur Stärkung Kaffee und Kuchen und die Gelegenheit zum Austausch. “Wir und die Spende wurden mit großer Freude empfangen. Viele der Bewohnerinnen und Bewohner der Wohneinrichtung in Sinzig haben alles verloren, und so können jetzt Bücher, Handys oder Fernseher ersetzt werden”, so Bertelmann-Ginster.

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