v.l. Karsten Silberbach und Tomek Wujko vom Sportfischerverein, die stellvertretende Bürgermeisterin Nina Lennhof und Dagmar Treger, Vorsitzende des Kulturausschusses (Foto: privat)
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Kaarst. Der Heimatpreis 2021 geht an den Sportfischerverein Kaarst. Damit würdigt die Stadt das besondere Engagement des Vereins um seinen Vorsitzenden Karsten Silberbach für den Umweltschutz in Kaarst. Nina Lennhof, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kaarst, überreichte den mit 5000 Euro dotierten Preis am Donnerstagabend. In ihrer Laudatio ging Lennhof näher auf die Leistung des Vereins ein: „Sie beklagen nicht nur die Zustände und benennen die Probleme, sondern Sie sind mit dem Verein auch Teil der Lösung“, sagte Lennhof. Seit 2014 arbeitet der Verein strukturiert an der ökologischen Verbesserung des Kaarster Sees. Die Erfolge können die Kaarster Jogger, Radfahrer und Spaziergänger vor Ort begutachten. Pflanzarme Uferbereiche wurden rekultiviert, die Wasserqualität verbessert. Der Verein kümmert sich mit dem NABU um Nistplätze für Vögel, befestigt die natürlichen Strände und bindet dabei vorbildlich die Jugend in den Verein ein.

Viele Kaarster kennen das Maskottchen des Vereins, einen kleinen grünen Plüsch-Frosch, der in vielen Videos in den sozialen Medien von den Aktivitäten des Vereins berichtet und auch das Fehlverhalten der Besucher am See deutlich benennt. Der Frosch war natürlich auch bei der Preisverleihung mit dabei und durfte auch aufs Foto. Karsten Silberbach und seine Mitstreiter werden ihn weiter als Botschafter nutzen. Denn sie haben noch viel vor: „Wir hätten nie damit gerechnet den Preis zu bekommen und freuen uns jetzt umso mehr. Ein Teil des Geldes werden wir nun für unsere Projekte einsetzen. Wir haben aber auch schon im Vorfeld beschlossen, dass wir auf jeden Fall einen Teil des Gewinns an das Kunstcafé Einblick weitergeben wollen. Die machen tolle Arbeit und sind durch Corona gebeutelt.“

Eine schöne Geste des Preisträgers, der Kaarst insgesamt lebenswerter macht, wie Nina Lennhof in ihrer Rede betonte: „Und zwar genau dort, wo in unserer Stadt in besonderer Weise die Lebensqualität erhöht werden soll: im Grünen. Kaarst ist wahrlich nicht durch viele grüne Oasen und Gewässer gesegnet. Der Angelverein sorgt dafür, dass dieses Wenige für uns alle Orte bleiben, wo wir Natur genießen können.“

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