(Foto: Stadt Nettetal)
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Nettetal. Manchmal erhält man Geburtstagsgeschenke erst mit reichlich Verspätung. Eines dieser Geschenke war im letzten Jahr anlässlich des 50. Geburtstags der Stadt Nettetal an alle Bürgerinnen und Bürger gerichtet, musste dann aber aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Am vergangenen Samstag fand nun endlich die große Pflanzaktion für den Jubiläumspark in Hinsbeck statt. 36 verschiedene Spenderinnen und Spender trugen maßgeblich zur Neugestaltung einer ehemaligen Ackerfläche bei, die die Stadt durch einen Flächentausch nun auf eine ganz besondere Weise nutzen wird.

Bei bestem Pflanzwetter begrüßte Nettetals Bürgermeister Christian Küsters rund 150 Gäste, viele davon hatten Spaten und Gießkannen dabei. Jung und Alt waren vertreten und die Stimmung war freudig und erwartungsvoll. Auch zahlreiche politische Repräsentantinnen und Repräsentanten, Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen, Unternehmen oder Institutionen oder Nachbarschaftsgemeinschaften waren ebenso vor Ort wie die Betriebsleitung des NetteBetriebs und zahlreiche Kollegen des Baubetriebshofes. Auch der ehemalige Erste Beigeordnete der Stadt Nettetal, Dr. Michael Rauterkus, mittlerweile Dezernent in Düsseldorf, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, seinen Spendenbaum zu pflanzen.

Und so herrschte am Samstagvormittag munteres Treiben auf der rund 10.000 Quadratmeter großen Fläche zwischen der Stammenmühle und dem Neubaugebiet Krugerpfad. Neben den finalen Pflanzarbeiten wurden Gießränder angelegt, die Bäume angebunden und Schutzmanschetten aus Kokosstrick am Stamm angebracht. Zudem hatte jeder Spender personalisierte Spendenschilder in Form eines Baumes erhalten, die am Baum angebracht wurden.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christian Küsters und Hans-Willi Pergens, Leiter des NetteBetriebs sowie Heike Meinert und Arvid-Thomas Tönneßen vom Betriebsbereich Stadtgrün und dem Dank an alle engagierten Bürgerinnen und Bürger wurden die Teilnehmenden in Gruppen aufgeteilt, sodass die Pflanzarbeiten unter Anleitung und coronakonform ablaufen konnten.

Das Projekt ist in seiner Konzeption und Größenordnung bislang einzigartig für Nettetal. Klimaschutz, Heimatliebe, Biodiversität und viele private Anlässe wie Geburtstage, Gold-und Silberhochzeiten, Erinnerungen an verstorbene Familienmitglieder oder der Dank für ein erfülltes langes Leben bildeten die Anlässe für das Engagement der Spenderinnen und Spender. Künftig wird dieser Bereich, gerade im Frühjahr, durch seine Blütenpracht erfreuen, im Herbst locken demnächst Äpfel, Birnen, Kirschen, Mirabellen, Quitten oder Pflaumen. Alle Nettetaler Bürgerinnen und Bürger können sich dort mit haushaltsüblichen Mengen versorgen. Ein pfleglicher Umgang mit den Bäumen wird natürlich vorausgesetzt. Gespannt sind die Beteiligten auch auf die eingesäte Blumenwiese. Sie soll insbesondere für Insekten zum Magnet werden.

Insgesamt 51 Bäume (29 Obstbäume sowie 22 Klima- oder Einzelbäume), zudem vier Traumliegen und zwei Sitzbänke runden das Bild des neuen Jubiläumsparks ab. Hinzu kommen  ein Selfie-Point in Blickrichtung Stammenmühle sowie zahlreiche Nistkästen.

Der Baubetriebshof hatte alle Vorbereitungsleistungen für die Bepflanzung in Eigenleistung erbracht, die Bäume wurden von einer hiesigen Baumschule geliefert. Alle fachlichen Arbeiten und Planungen wurden vom Betriebsbereich Stadtgrün erstellt und koordiniert. Der Bereich Wirtschaft und Marketing hat die Veranstaltung zu einem besonderen Event im Rahmen des Jubiläumsjahres gemacht, bei dem ein Baumläufer für Spaß bei Groß und Klein sorgte, es leckere grün gefärbte Wecken in Baumform gab und ein Catering zu Kaffee, Kuchen und einer leckeren Suppe einlud.

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