(Foto: Werner Scheurer)
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Köln. Schweinerei auf dem Clemenshof

Siebenfacher Schweine-Nachwuchs im Kölner Zoo: „Uschi“ und „Chantal“, die Sauen des Clemenshofs im Zoo, haben Ferkel geworfen. Sie zählen zur bedrohten alten Nutztierrase der Schwäbisch-Hällischen Schweine. “Chantal“ sorgte Anfang November für fünf der Ferkel. „Uschi“ hatte Ende Oktober bereits vorgelegt, lässt es mit zweifachem Nachwuchs allerdings etwas ruhiger angehen. Vater der glorreichen Sieben ist Zuchteber „Eberhardt“.

Schweine brauchen exakt drei Monate, drei Wochen und drei Tage, bis sie ihre Ferkel zur Welt bringen. So ist es auch bei den Schwäbisch-Hällischen Landschweinen im Zoo. Die Schwäbisch-Hällischen sind eine alte Nutztierrasse. Charakteristisch stechen ihre schwarzen Köpfe, Hälse und Hinterbeine hervor. Aufgrund des fetten Fleischs waren sie früher sehr beliebt. Seitdem die Verbraucher es magerer mögen, gehen die Haltungszahlen zurück. Heute ist die traditionsreiche Rasse vom Aussterben bedroht. Der Kölner Zoo widmet sich mit seiner Zucht dem Erhalt dieser intelligenten Tiere. Umso mehr freuen sich die Verantwortlichen über den Ferkel-Nachwuchs.

Der Clemenshof im Kölner Zoo ist ein Bauernhof nach bergischem Vorbild. Auf mehr als 4.000 Quadratmetern leben dort elf verschiedene Haustierarten – besonders solche, die vom Aussterben bedroht sind. Große und kleine Zoobesucher erfahren hier alles über seltene heimische Tierarten und die kleinbäuerliche Lebensmittelproduktion.

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