Maksim Bondarenko (Foto: Jusos Wesel)

Wesel. Die Infektionszahlen steigen auch in Schulen immer weiter an. Die Weseler SPD-Jugend fordert daher die unverzügliche Rückkehr zur Maskenpflicht in Klassenräumen und kritisiert die NRW-Landesregierung. Auch zeigen sich die Jusos besorgt über die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen. 

Die Weseler Jusos sprechen sich erneut für die Rückkehr zur Maskenpflicht in Klassenräumen aus. “Wir haben schon im Oktober kritisiert, dass die Aufhebung der Maskenpflicht ein schwerer Fehler war”, erklärt der Juso-Vorsitzende Maksim Bondarenko.

Die schwarz-gelbe Landesregierung müsse mit Blick auf die aktuelle Infektionslage unverzüglich diesen Schritt zurücknehmen. “Es ist völlig unverständlich, dass die Landesregierung beim Schutz der Kinder in den Schulen weiter wartet”, kritisiert Bondarenko. Der Schutz in den Klassenräumen müsse laut der SPD-Jugend schnell deutlich erhöht werden.

 

Schulschließungen würden Schülerinnen und Schüler belasten

Die SPD-Jugend unterstreicht außerdem, dass Schulschließungen Kinder und Jugendliche zusätzlich belasten würden. “Die Pandemie-Monate haben viele Kinder und Jugendliche psychisch stark herausgefordert”, unterstreicht auch der stellv. Vorsitzende Oliver Bruns. Ein erneuter Wegfall sozialer Kontakte würde die Situation deutlich verschärfen.

Eine Ifo-Studie nach dem zweiten Lockdown habe deutlich gezeigt, dass gerade Kinder aus Nicht-Akademiker-Familien oft nicht die nötige Förderung beim Lernen zuhause bekommen haben. Auch seien laut der Studie Schulschließungen für viele Kinder eine große psychische Belastung.

“Die Schere geht jetzt schon sehr weit auseinander. Die Landesregierung muss alles Notwendige unternehmen, um den Präsenzunterricht möglichst zu erhalten”, betont der stellv. Juso-Vorsitzende Leon Koop. Auch die Leopoldina habe in einer Stellungnahme vom Juni 2021 mit Blick auf möglichst effektives Lernen empfohlen, die Bildungseinrichtungen offenzuhalten.

Die Jusos weisen darauf hin, dass während der Pandemie viele Kinder und Jugendliche besonders hart betroffen waren. “Die Chancen von jungen Menschen, das soziale Lernen und die persönliche Entwicklung sind häufig auf der Strecke geblieben”, betonen Bruns, Koop und Bondarenko einhellig. Die Interessen der Kinder und Jugendlichen müssen deswegen stärker in den Blick genommen werden.

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