Gewalt gegen Frauen darf kein Tabu-Thema sein, finden (v.l.) Angela Stein-Ulrich, Janne Gronen, Ursula Habrich, Nina Nierwetberg, Marc Venten und Hanne Wolf-Kluthausen (Foto: Stadt Korschenbroich)
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Korschenbroich. Drei Plakatwände im Stadtgebiet mahnen

Anlässlich des Aktionstages gegen Gewalt an Frauen hat die Frauenberatungsstelle Neuss gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten des Rhein-Kreises Neuss eine Plakatkampagne zum Thema Vergewaltigung in der Ehe initiiert. Drei dieser Plakate hängen aktuell im Stadtgebiet.

Vor dem Standort am Bahnhofsparkplatz in Korschenbroich trafen sich jetzt Janne Gronen und Ursula Habrich von der Frauenberatungsstelle Neuss, die (beide aus Korschenbroich stammenden) stellvertretenden Landrätinnen Angela Stein-Ulrich und Hanne Wolf-Kluthausen sowie Bürgermeister Marc Venten und die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte Nina Nierwetberg.

Für das Jahr 2021 ist die Statistik noch nicht ausgewertet, was aber für die Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle Neuss schon jetzt deutlich ist: Die Zahlen – vor allem was das Thema Gewalt in der Partnerschaft angeht – sind deutlich gestiegen. Für viele Betroffene, die 2020 im Lockdown noch ausgehalten hätten, habe sich die Situation zunehmend verschlimmert. Im Vorjahr hatten 659 Frauen aus dem Rhein-Kreis Neuss das Beratungsgespräch gesucht, 21 davon aus Korschenbroich.

Seit 1981 gibt es jährlich rund um den 25. November Veranstaltungen zur Stärkung von Frauenrechten. Dabei sollen vor allem Themen wie Zwangsprostitution, sexueller Missbrauch, Sextourismus, Vergewaltigung, Beschneidung von Frauen oder häusliche Gewalt etc. ans Licht gebracht werden. Darüber hinaus geht es um die weltweite Gleichstellung von Frauen, beispielsweise in Fragen der Bildung, des Privateigentums, des Wahlrechts oder der Rechtsfähigkeit.

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