MdB Dr. Martin Plum mit Geschäftsführer Jörg Schneider (l.) und Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Boyxen (r.) bei einem Rundgang durch das Nettetaler Krankenhaus (Foto: privat)
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Nettetal. Vor dem Hintergrund der aktuellen Reform der Krankenhausplanung informierte sich der Bundestagabgeordnete für den Kreis Viersen, Dr. Martin Plum (CDU), über die Entwicklung des Nettetaler Krankenhauses.

Man habe in den letzten Jahren nachhaltige Strukturen aufgebaut, konnte Geschäftsführer Jörg Schneider berichten. So sei insbesondere die Neuausrichtung der internistischen und chirurgischen Bereiche schon mit Blick auf die anstehende Krankenhausplanung erfolgt. „Mit der Kombination aus breit aufgestellter, qualitativ hochwertiger Grundversorgung und hochspezialisierten Bereichen wie dem Zentrum für Arthroskopie und Endoprothetik und dem Zentrum für Schulter- und Ellenbogenchirurgie mit überregionalem Einzugsgebiet sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt“, so Schneider. Um im ländlichen Raum verlässlich eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können, sei es jedoch auch wichtig, dass Krankenhäuser auf regionaler Ebene enger zusammenarbeiten. Kooperation statt Konkurrenz müsse das Motto sein.

Plum bot an, diese Prozesse zu unterstützen. „Ich stehe gerne als Moderator zur Verfügung, wenn es darum geht, kreisweit gemeinsame Prozesse anzustoßen.“ Wie wichtig unsere Krankenhäuser seien, hätten wir in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gespürt, so der Politiker. Der Erhalt der Krankenhäuser im Kreis Viersen sei ihm daher ein zentrales Anliegen. Auf Bundesebene wolle er sich für eine gesicherte Finanzierung auch kleinerer Krankenhäuser im ländlichen Raum einsetzen.

Bei einem Rundgang durch das Haus erhielt Plum auch einen Einblick zur aktuellen Situation der Pflege. Obwohl das Nettetaler Krankenhaus in den letzten beiden Jahren sein Pflegeteam um über 20 Vollzeitpflegefachkräfte aufstocken konnte, macht sich auch hier der bundesweit hohe Krankenstand in der Pflege deutlich bemerkbar. Das Pflegepersonal sei derzeit dadurch noch mehr belastet, erfuhr er. „Hier liegt eine bundesweite Schieflage vor, die dringend behoben werden muss“, gab Schneider dem Bundestagsabgeordneten mit auf den Weg.

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