Rechtsanwalt Ulrich Kanders, Hauptgeschäftsführer beim Essener Unternehmensverband (EUV) (Foto: EUV)
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Essen. Essener Betriebsärzte würden gern impfen, können aber nicht

Beim Essener Unternehmensverband (EUV) mehren sich die Hilfsgesuche von Firmen, die ihre Mitarbeiter gern erst- und zweitimpfen oder boostern würden, aber nicht über ausreichend Impfstoff verfügen. „Viele unserer Mitglieder möchten ihren Mitarbeitern ein Impf- oder Boosterangebot machen, stehen aber vor organisatorischen Hürden und scheitern letztendlich an der Beschaffung von Impfstoffen“, berichtet Ulrich Kanders, EUV-Hauptgeschäftsführer, aus der täglichen Beratungspraxis. Und weiter: „Kleinere Betriebe ohne eigene Betriebsärzte können nicht auf bestehende interne Strukturen setzen und brauchen dringend Unterstützung beim Handling. Große Firmen mit eigenen Betriebsärzten können nicht in ausreichender Menge Impfstoff bestellen.“

Der Verband hat sich deshalb nun direkt an die Stadt Essen gewandt und bittet das Gesundheitsamt, die Möglichkeit für städtisch organisierte Impfungen auf Firmengeländen zu prüfen und kleineren und mittelständischen Betrieben ebenfalls ein Impfangebot, z.B. durch mobile Impfteams, zu unterbreiten. Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte in der vergangenen Woche die Essener Firmen dazu aufgerufen, bei ihren Mitarbeitern für Impfungen zu werben und diese auch seitens der Betriebe zu ermöglichen. „Unsere Unternehmen wollen, können aber nicht. Da sehen wir die Stadt nun in der Pflicht, konkrete Angebote zu unterbreiten. Denn wir stimmen Herrn Kufen zu, dass wir die Pandemie nur gemeinsam bewältigt bekommen werden“, meint Kanders abschließend.

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